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Mesotheliom (C45): Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie-Standards
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In diesem Artikel
Übersicht
Das Mesotheliom ist ein bösartiger Tumor, der aus dem Mesothel von Pleura, Peritoneum oder Perikard entsteht. Das peritoneale Mesotheliom macht dabei einen kleinen Teil aller Malignome des Mesothels aus und ist besonders selten. Epidemiologisch wird das Auftreten vor allem mit einer früheren Asbestexposition in Verbindung gebracht; die Latenzzeit kann mehrere Jahrzehnte betragen. Klinisch relevant ist die häufig späte Diagnosestellung, da unspezifische Symptome zu einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium führen können.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome des peritonealen Mesothelioms sind abdominelle Schmerzen, zunehmende Aszitesbildung und Gewichtsverlust. Häufig treten auch unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit oder ein Völlegefühl auf. Der Krankheitsverlauf ist meist progressiv, wobei die Aszites schnell an Volumen zunimmt und häufig wiederholte parazentische Thorakozentese erforderlich macht. In fortgeschrittenen Stadien können Tumorinfiltrate zu Darmobstruktionen oder Organperforationen führen.
Diagnostik
Die Anamnese sollte eine mögliche Asbestexposition, berufliche Tätigkeiten in asbestbelasteten Bereichen und frühere Berufskrankheiten erfassen. Klinisch wird die Aszites durch körperliche Untersuchung bestätigt; ein positives Fluid‑Shift‑Test kann das Vorhandensein einer Aszites unterstützen. Bildgebend werden Ultraschall und Computertomographie des Abdomens eingesetzt, um Tumormasse, Peritonealverdickungen und Aszites zu visualisieren. Die definitive Diagnose erfordert eine histopathologische Untersuchung von peritonealem Gewebe oder Flüssigkeit, wobei immunhistochemische Marker zur Differenzierung von anderen malignen Mesotheliomen verwendet werden. Kriterien für die Diagnose umfassen das Vorhandensein maligner Zellen mit epithelialen oder sarcomatoiden Merkmalen und den Nachweis asbesttypischer Veränderungen im Gewebe.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen sind primäre peritoneale Karzinome (z. B. Ovarialkarzinom), metastatische Tumoren aus dem Gastrointestinaltrakt, sowie benigne Ursachen von Aszites wie Leberzirrhose oder Herzinsuffizienz. Die Unterscheidung erfolgt über Bildgebung, Zytologie der Aszitesflüssigkeit und immunhistochemische Profile; beispielsweise zeigen epitheliale Mesotheliome typischerweise Positivität für Calretinin und WT‑1, während adenokarzinomale Läsionen häufig CK7/CK20‑Muster aufweisen.
Therapie
Die leitliniengerechte Standardtherapie des peritonealen Mesothelioms besteht aus einer multimodalen Vorgehensweise. Chirurgisch wird eine cytoreduktive Peritonektomie angestrebt, um die Tumormasse soweit wie möglich zu entfernen. Ergänzend erfolgt eine hypertherme intraperitoneale Chemotherapie (HIPEC), um mikroskopische Resttumorzellen zu behandeln. Bei Patienten, bei denen eine radikale Chirurgie nicht möglich ist, wird palliativ eine systemische Therapie empfohlen, wobei das Ziel die Tumorkontrolle und Symptomlinderung ist. Die Wahl des Therapieschemas orientiert sich an der Tumorlast, dem Allgemeinzustand des Patienten und vorhandenen Begleiterkrankungen.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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