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Metalldampffieber (T59.9) – Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard in der Orthopädie

Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
  • Sonstige Quelle: 3

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Metalldampffieber bezeichnet eine akute, durch inhalative Exposition gegenüber metallischen Dämpfen ausgelöste respiratorische Entzündungsreaktion. Die Erkrankung tritt vor allem bei beruflicher Tätigkeit mit hohen Temperaturen, etwa beim Schweißen oder Schneiden von Metallen, auf. Epidemiologische Daten sind spärlich; Fälle wurden insbesondere im Kontext von Schneidbrenntätigkeiten und dem Schweißen verzinkten Eisens beschrieben. Klinisch relevant ist das potenzial für schwere alveoläre Infiltrate und chronische Atemwegsbeschwerden, die eine rasche Diagnosestellung und adäquate Therapie erfordern.

Klinisches Erscheinungsbild

Typisch sind plötzlich auftretende respiratorische Beschwerden nach kurzer Exposition gegenüber Metall‑Dämpfen. Patienten berichten über Heiserkeit, Husten, Dyspnoe und ein brennendes Gefühl im Rachen. In der klinischen Untersuchung kann ein basaler Atemgeräuschverlust oder feine Rasselgeräusche vorkommen. Der Verlauf ist häufig schnell progressiv mit Entwicklung eines alveolären Infiltrats, das radiologisch als diffuse, bilaterale Verschattungen sichtbar wird.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf die kürzlich erfolgte Metallbearbeitung (z. B. Schneiden, Schweißen) und das Vorhandensein von Dampf‑ oder Rauchentwicklung. Klinisch wird eine körperliche Untersuchung des Respirationstraktes durchgeführt, wobei insbesondere Heiserkeit als Hinweis gilt. Bildgebend zeigt sich häufig ein alveoläres Infiltrat im Röntgen‑ oder CT‑Scan. Laboruntersuchungen können unspezifische Entzündungsparameter (Leukozytose, CRP) aufweisen, jedoch gibt es keinen spezifischen Biomarker für Metalldampffieber. Die Diagnose wird anhand der Kombination von Exposition, klinischem Bild und radiologischen Befunden gestellt.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Infektiöse Pneumonien (bakteriell oder viral), die ebenfalls alveoläre Infiltrate verursachen können.
  • Allergische bronchopulmonale Aspergillose, insbesondere bei Vorhandensein von Heiserkeit und Atemwegsbeschwerden.
  • Andere arbeitsbedingte Lungenerkrankungen wie Pneumokoniosen (z. B. Silikose) oder chemisch induzierte Lungenentzündungen.

Die Unterscheidung erfolgt über die Anamnese (expositionell), mikrobiologische Abstriche, serologische Tests und das Fehlen von typischen allergologischen Markern.

Therapie

Eine leitliniengerechte Therapie orientiert sich an der sofortigen Entfernung aus der Expositionsquelle sowie an einer symptomatischen Behandlung. Kortikosteroide werden häufig eingesetzt, um die entzündliche Reaktion zu dämpfen; die genaue Dosierung richtet sich nach dem klinischen Schweregrad und wird individuell angepasst. Zusätzlich kann eine supportive Sauerstofftherapie bei signifikanter Dyspnoe erforderlich sein. Bei schweren Verläufen ist eine engmaschige Überwachung auf respiratorische Verschlechterung angezeigt.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.