Zum Inhalt

HealthOSArtikel A–Z

Arbeitsbereiche

Nachschlagen

Wissensartikel · DE

Mondor-Krankheit (I80.8): Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Fallbericht oder Meinungsbeitrag
  • Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 2

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-011830

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Die Mondor‑Krankheit ist eine seltene, benigne Thrombophlebitis der oberflächlichen Venen der Brustwand, des Abdomens oder der Genitalregion. Historisch wurde sie erstmals in den 1930er Jahren beschrieben und später durch mehrere Fallberichte weiter charakterisiert. Die Prävalenz ist nicht genau quantifiziert; die Erkrankung tritt überwiegend bei jungen bis mittelalten Erwachsenen auf und ist klinisch relevant wegen möglicher Fehldiagnosen mit malignen Prozessen.

Klinisches Erscheinungsbild

Typisch ist ein plötzlich auftretender, schmerzhafter, fadenförmiger Strang unter der Haut, der sich häufig entlang einer oberflächlichen Vene erstreckt. Der betroffene Bereich fühlt sich verhärtet an und kann bei Druck oder Bewegung Schmerzen hervorrufen. Die Läsion ist meist mobil, nicht entzündlich gerötet, und verläuft in einem linearen Muster. Der Verlauf ist selbstlimitierend; die Symptome klingen innerhalb von wenigen Wochen bis Monaten ab.

Diagnostik

Die Diagnose basiert primär auf Anamnese und klinischer Untersuchung. Charakteristisch sind das tastbare, fadenförmige Stranggefühl und die lokale Schmerzsymptomatik ohne ausgeprägte Hautveränderungen. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall können eine Thrombose der betroffenen Vene bestätigen und andere Pathologien ausschließen. Laboruntersuchungen zeigen in der Regel keine Entzündungszeichen; sie dienen vor allem dem Ausschluss differenzialer Diagnosen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Erkrankungen umfassen kutane Metastasen, insbesondere von Brustkrebs, Lymphangitis carcinomatosa, oberflächliche Thrombophlebitis anderer Ätiologien, Hautinfektionen und Fibromatosen. Im Unterschied zur Mondor‑Krankheit zeigen maligne Läsionen häufig feste, nicht bewegliche Knoten mit begleitender Hautverfärbung oder Lymphknotenschwellungen.

Therapie

Die Behandlung ist meist konservativ. Schmerztherapie nach Bedarf und lokale Wärme können die Symptomatik lindern. Da die Erkrankung selbstlimitierend ist, wird häufig eine beobachtende Strategie gewählt. Bei anhaltenden Beschwerden kann eine kortikosteroidhaltige Lokalanwendung erwogen werden; konkrete Therapieempfehlungen sollten jedoch an den individuellen klinischen Kontext angepasst werden.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.