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Thrombose, Phlebitis und Thrombophlebitis der unteren Extremität – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard (ICD‑10 I80.3)

Stärkste Quellenart: Beobachtungs- oder Vergleichsstudie
  • Beobachtungs- oder Vergleichsstudie: 1
  • Übersichtsarbeit: 3

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-011830

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Thrombose, Phlebitis und Thrombophlebitis der unteren Extremitäten umfassen ein Krankheitsbild von venösen Gefäßverschlüssen bis hin zu entzündlichen Veränderungen der Vene. Die Inzidenz venöser Thrombosen steigt mit zunehmendem Alter, Immobilisation und traumatischen Verletzungen der unteren Extremität. Klinisch relevant sind die Gefahr einer Lungenembolie bei tiefen Venenthrombosen (TVT) sowie das Risiko von postthrombotischen Beschwerden und chronischer Veneninsuffizienz.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome einer TVT der unteren Extremität sind plötzlich auftretende, einseitige Schmerzen, Schwellung und ein Spannungsgefühl im betroffenen Bein. Die Haut kann gerötet sein, und bei Phlebitis treten lokale Hitze sowie tastbare, verhärtete Venenabschnitte auf. Thrombophlebitis kombiniert diese entzündlichen Zeichen mit einem teilweisen oder kompletten venösen Verschluss. Der Verlauf ist häufig akut, wobei die Schmerzen innerhalb von Tagen bis Wochen abklingen können, während eine Schwellung länger bestehen bleibt.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf Risikofaktoren wie kürzliche Frakturen der unteren Extremität, Immobilisation oder bekannte Venenanomalien. Klinisch wird das betroffene Bein inspiziert und palpiert; ein positiver Homans‑Zeichen ist jedoch unspezifisch. Bildgebend hat die Duplexsonographie sich gegenüber der Phlebografie als gleichwertig erwiesen und gilt heute als Standardverfahren zur Identifikation von TVT. Laborparameter (z. B. D‑Dimer) können unterstützend sein, ersetzen jedoch nicht die bildgebende Diagnostik.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Erkrankungen umfassen eine bakterielle Zellulitis, tiefe Muskelrupturen, Lymphödem sowie arterielle Verschlüsse. Bei einer bakteriellen Infektion dominieren Fieber und Ausbreitung der Rötung, während die Sonographie keine thrombusartigen Strukturen zeigt. Muskuläre Verletzungen zeigen typische Bildgebungsmuster ohne venöse Thromben.

Therapie

Die leitliniengerechte Therapie von TVT und Phlebitis kombiniert antithrombotische Maßnahmen mit symptomatischer Behandlung. Bei ausgedehnten Venenthrombosen, insbesondere bei anatomischen Anomalien der Vena cava inferior, kann eine thrombolytische Intervention in Erwägung gezogen werden. Für die prophylaktische Antikoagulation nach Frakturen der unteren Extremität wird ein standardisiertes Regime empfohlen, das das Thromboserisiko signifikant reduziert. Entzündungshemmende Maßnahmen und Kompressionstherapie unterstützen die Symptomkontrolle bei Phlebitis.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.