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Osteoporose – FRAX-Score, Diagnostik‑Algorithmus & Therapie‑Standard (ICD‑10 M81)

Stärkste Quellenart: Leitlinie oder Konsensus
  • Leitlinie oder Konsensus: 2
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Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

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In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die durch eine verminderte Knochenmasse und gestörte Mikroarchitektur gekennzeichnet ist und damit das Frakturrisiko erhöht. Die Prävalenz steigt mit dem Alter, betrifft besonders postmenopausale Frauen, jedoch auch Männer über 70 Jahre. In Deutschland führen osteoporotische Frakturen zu einer erheblichen Morbidität und Mortalität sowie zu hohen Kosten im Gesundheitssystem.

Klinisches Erscheinungsbild

Die Erkrankung ist häufig asymptomatisch; typische Hinweise ergeben sich aus Frakturen nach geringer Belastung, insbesondere Wirbelkörper‑ oder Hüftfrakturen. Radiologisch zeigen sich vermehrte Kompressionsfrakturen der Wirbelsäule und eine reduzierte Knochendichte im DXA-Scan. Der klinische Verlauf ist gekennzeichnet durch schrittweise Zunahme des Frakturrisikos, wobei wiederholte Frakturen die Lebensqualität stark beeinträchtigen.

Diagnostik

Die Diagnosestellung basiert auf einer strukturierten Anamnese (Frakturgeschichte, Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol, medikamentöse Einflüsse) und körperlicher Untersuchung (Haltungsanalyse, Schmerzlokalisation). Bildgebend wird die duale Röntgenabsorptiometrie (DXA) zur Bestimmung der Knochenmineraldichte (BMD) eingesetzt; ein T‑Score ≤ −2,5 definiert Osteoporose. Ergänzend können Laborparameter (Kalzium, Vitamin‑D-Status, Schilddrüsenfunktion, Renin‑Angiotensin‑System) abgefragt werden, um sekundäre Ursachen auszuschließen. Der FRAX-Score wird zur individualisierten Abschätzung des 10‑Jahres-Frakturrisikos herangezogen und dient als Entscheidungsgrundlage für die Therapieindikation.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen osteopenische Zustände, sekundäre Osteoporose (z. B. durch Glukokortikoide, Hyperparathyreoidismus), Paget‑Krankheit, multiple Myelome sowie metabolische Knochenerkrankungen wie Rachitis. Radiologische und laborchemische Befunde helfen, diese Differenzialdiagnosen zu separieren; beispielsweise zeigen erhöhte alkalische Phosphatase bei Paget, während ein niedriger 25‑Hydroxyvitamin‑D auf einen Mangel hinweist.

Therapie

Die Indikation zur medikamentösen Behandlung ergibt sich aus einem FRAX-berechneten 10‑Jahres-Risiko für Hüftfraktur ≥ 3 % oder Major Osteoporotic Fracture ≥ 20 %, bzw. bei bereits manifestierter osteoporotischer Fraktur. Leitliniengerechte Standardtherapie umfasst zunächst eine ausreichende Versorgung mit Calcium und Vitamin D, wobei die optimale Dosierung von Vitamin‑D aus den geprüften Quellen nicht spezifiziert wird. Auf dieser Basis folgen antiresorptive oder anabolische Therapien, deren Auswahl nach Risikoprofil, Kontraindikationen und Nebenwirkungsprofil erfolgt. Die Therapie muss regelmäßig evaluiert werden, wobei ein DXA-Scan nach 2–3 Jahren zur Kontrolle der BMD‑Entwicklung empfohlen wird.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.