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Piedra nigra (schwarze Piedra) – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 5

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

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In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Piedra nigra (schwarze Piedra) ist eine seltene superficielle Mykose der Haut, verursacht durch das melaninproduzierende Pilzgenus Heterocephalacria (früher Cladophialophora) [2][3]. Sie tritt vorwiegend in tropischen und subtropischen Regionen auf, wobei sporadische Fälle auch in gemäßigten Klimazonen beschrieben wurden [4]. Klinisch ist die Erkrankung meist harmlos, kann jedoch zu kosmetischer Belastung führen. Die Prävalenz ist nicht genau quantifiziert; sie gilt als seltene dermatologische Entität.

Klinisches Erscheinungsbild

Typisch präsentiert sich Piedra nigra als einzelne oder mehrere gut abgegrenzte, runde bis ovale, hyperpigmentierte Plaques von 1–5 mm Durchmesser. Die Läsionen liegen häufig an den Handflächen, Fußsohlen oder gelegentlich am Gesäß und sind fest, nicht entzündlich und zeigen keine Schuppung. Der Befund ist asymptomatisch; Schmerzen oder Juckreiz fehlen in der Regel. Das Auftreten erfolgt schleichend über Wochen bis Monate ohne systemische Begleiterzeichen.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf Aufenthalt in tropischen Gebieten, Kontakt mit kontaminiertem Wasser oder Erde sowie das Fehlen von Immundefekten. Klinisch wird die Läsion inspiziert; ein positiver Befund ist eine dunkle, feste Plaque ohne Entzündung. Zur Bestätigung erfolgt eine direkte Mikroskopie (KOH-Präparation) der Abschürfung, die pigmente Hyphen und dunkle, muriforme Konidien zeigt. Kultur auf Sabouraud‑Agar bei 25–30 °C führt nach wenigen Tagen zu schwarzen Kolonien, deren Identifikation durch morphologische Merkmale erfolgt. Histopathologie ist selten nötig, kann jedoch Pilzstrukturen in der Epidermis zeigen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Tinea nigra – verursacht durch Phaeoisaria spp., zeigt ebenfalls hyperpigmentierte Plaques, unterscheidet sich jedoch morphologisch im Pilz.
  • Melanodermie (post‑inflammatorische Hyperpigmentierung) – fehlt mikroskopischer Nachweis von Pilzen.
  • Exogene Pigmentablagerungen (z. B. durch Farbstoffe) – lassen sich klinisch und laborchemisch differenzieren.
  • Pigmentierte Nävi oder Melanom – weisen unterschiedliche klinische Muster und Dermatoskopie‑Merkmale auf; Biopsie ist zur Abgrenzung erforderlich.

Therapie

Die leitliniengerechte Therapie von Piedra nigra besteht primär aus topischer Antimykotika, die das Pilzwachstum hemmen. In den geprüften Quellen wird eine mehrwöchige Anwendung einer geeigneten Creme oder Lotion empfohlen, wobei die Dauer an das klinische Ansprechen angepasst wird. Bei fehlender Besserung kann eine orale Therapie erwogen werden; jedoch ist dies aufgrund der geringen Krankheitslast selten notwendig. Nebenwirkungsprofil und Verträglichkeit von topischen Präparaten gelten als günstig.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.