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Plattenepithelkarzinom der Haut – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Leitlinie oder Konsensus
  • Leitlinie oder Konsensus: 1
  • Übersichtsarbeit: 3

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-027422

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Das Plattenepithelkarzinom (PEK) der Haut ist das zweithäufigste maligne kutane Neoplasma nach dem Basalzellkarzinom. Es entsteht aus den keratinisierenden Zellen des Stratum spinosum und tritt vorwiegend an chronisch ultraviolett (UV)-belasteten Hautarealen auf. Die Inzidenz steigt mit zunehmendem Alter und ist bei Männern höher, was mit kumulativer Sonnenexposition zusammenhängt. Klinisch relevant ist das PEK wegen seiner potenziellen lokalen Invasion sowie der Möglichkeit von Lymphknotenmetastasen, insbesondere bei Tumoren im Kopf‑Hals‑Bereich.

Klinisches Erscheinungsbild

Typischerweise präsentiert sich ein PEK als erhabener, schuppiger Plaque oder Knoten mit einer rauen Oberfläche. Die Läsion kann ulzerieren und bluten; häufig ist eine periphere Verhornung zu beobachten. Das Tumorwachstum verläuft meist langsam, jedoch können hochgradige Formen schnell infiltrativ werden. Im Kopf‑Hals‑Region, insbesondere an Lippen und Augenlidern, zeigen sich ähnliche klinische Merkmale, wobei die Nähe zu Lymphknotenstationen das Risiko einer regionalen Metastasierung erhöht.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf UV-Exposition, frühere solare Hautschäden (z. B. aktinische Keratose) und familiäre Hautkrebserkrankungen. Klinisch erfolgt eine gründliche Inspektion und Palpation der Läsion sowie benachbarter Lymphknoten. Dermatoskopie kann zur Differenzierung von benignen Läsionen beitragen, ersetzt jedoch nicht die histopathologische Sicherung. Die definitive Diagnose wird durch eine Exzisionsbiopsie gestellt; das Histologie‑Protokoll beinhaltet die Beurteilung der Keratinisierung, Zellpolymorphismus und Invasionstiefe (Breslow‑Tiefe bzw. Clark‑Stufe). Bildgebende Verfahren (Ultraschall, CT/MRT) werden bei Verdacht auf tiefe Infiltration oder Lymphknotenbeteiligung eingesetzt.

Differenzialdiagnosen

Wichtige Abgrenzungen umfassen das Basalzellkarzinom, das klinisch ähnlich erscheinen kann, jedoch typischerweise peripher wachsende Palissaden und weniger invasive Tiefe zeigt. Aktinische Keratose und Morbus Bowen stellen präkanzeröse bzw. in situ Läsionen dar, die histologisch keine Invasion aufweisen. Andere maligne Tumoren wie das Merkel‑Zell‑Karzinom oder kutane Metastasen von internistischen Primärtumoren müssen ebenfalls berücksichtigt werden; sie unterscheiden sich durch spezifische immunhistochemische Marker und klinisches Auftreten.

Therapie

Die leitliniengerechte Therapie orientiert sich an der Tumorgröße, Lokalisation und Invasionsgrad. Für klein‑bis mittelgroße, oberflächliche Läsionen ist die chirurgische Exzision mit Sicherheitsrand die Standardbehandlung; ein Rand von 4–6 mm wird empfohlen, um Rezidive zu minimieren. Bei großen oder funktionell kritischen Bereichen (z. B. Augenlider) kann eine Mohs‑Mikrochirurgie zum Erhalt gesunden Gewebes beitragen. Nicht‑chirurgische Optionen umfassen die Elektrokauterisation, Kryotherapie und topische Therapieformen für oberflächliche Läsionen. Bei fortgeschrittenem oder nicht resektablem PEK wird eine radiotherapeutische Behandlung eingesetzt; die Dosierung richtet sich nach Tumorgröße und -lokalisation. Für metastasierte Fälle kommen systemische Therapien zum Einsatz, wobei die Auswahl von Medikamenten und Dosierungen an aktuelle onkologische Leitlinien angepasst wird.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.