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Polyarthrose: Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard (Stufe 2)

Stärkste Quellenart: Fachartikel ohne Angabe des Studientyps
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 3

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-018573

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Polyarthrose bezeichnet das gleichzeitige Vorliegen von Osteoarthritis an mehreren Gelenken. Epidemiologisch ist die Prävalenz mit zunehmendem Alter stark steigend; bei Personen über 65 Jahre treten häufig mehrere betroffene Gelenke auf, insbesondere Hand-, Knie‑ und Hüftgelenke. Klinisch relevant ist die Kombination aus funktioneller Einschränkung, Schmerzen und erhöhter Belastung des Gesundheitssystems durch häufige Arztkontakte und operative Eingriffe.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome sind schmerzhafte Bewegungseinschränkungen, Morgensteifigkeit von kurzer Dauer (< 30 Min.) sowie belastungsabhängige Schmerzen. Bei der Polyarthrose zeigen sich oft typische radiologische Zeichen (Gelenkspaltverschmälerung, Osteophytenbildung, subchondrale Sklerose) an mehreren Gelenken gleichzeitig. Der Verlauf ist meist chronisch-progressiv mit Phasen relativer Stabilität und akuten Schüben, die häufig durch Überlast oder sekundäre Entzündungen ausgelöst werden.

Diagnostik

Die Anamnese erfasst das Auftreten von Schmerzen in mehreren Gelenken, Dauer und Belastungsabhängigkeit sowie familiäre Vorbelastung. Die klinische Untersuchung konzentriert sich auf Palpation von Schwellungen, Ausmaß der Beweglichkeit und Schmerzprovokation. Bildgebend wird zunächst ein konventionelles Röntgenbild aller betroffenen Gelenke empfohlen; bei unklarer Befundlage können Ultraschall oder Magnetresonanztomographie ergänzend eingesetzt werden. Laboruntersuchungen dienen primär dem Ausschluss entzündlicher Differenzialdiagnosen (z. B. Rheumatoide Arthritis, Gicht). Es existieren keine einheitlichen Diagnosekriterien speziell für Polyarthrose; die Diagnose basiert auf der Kombination klinischer und radiologischer Befunde an mehreren Gelenken.

Differenzialdiagnosen

Wesentliche abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Rheumatoide Arthritis: symmetrische Beteiligung, Morgensteifigkeit > 30 Min., positive Rheumafaktor/Anti‑CCP.
  • Gicht: mono‑ oder oligoartikuläre Attacken, Nachweis von Mononatriumuratskristallen im Gelenkflüssigkeitsnachweis.
  • Psoriasis-Arthritis: Assoziation mit Hautmanifestationen, typischer Befall der distal interphalangealen Gelenke und Sakroiliakalgelenke.
  • Sekundäre Osteoarthritis (z. B. nach Trauma oder Fehlstellung): klare kausale Vorgeschichte.

Therapie

Die therapeutische Strategie orientiert sich an leitliniengerechten Prinzipien einer schrittweisen, symptomorientierten Behandlung. Zunächst werden nicht‑pharmakologische Maßnahmen empfohlen: Gewichtsreduktion bei Übergewicht, physikalische Therapie zur Erhaltung der Beweglichkeit und Muskelstärkung sowie ergonomische Anpassungen im Alltag. Bei unzureichender Symptomkontrolle wird eine medikamentöse Standardtherapie eingeleitet, die primär nicht‑steroidale Antirheumatika (NSAR) umfasst; bei Kontraindikationen oder Unverträglichkeiten können alternative Analgetika eingesetzt werden. In fortgeschrittenen Stadien kann die intraartikuläre Therapie (z. B. Hyaluronsäureinjektionen) erwogen werden, wobei die Evidenzlage hierzu in den geprüften Quellen nicht explizit behandelt wird. Operative Eingriffe wie Gelenkersatz kommen bei schweren funktionellen Einschränkungen und fortgeschrittener Arthrose in Betracht.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.