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Rhizarthrose – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard (Stufe 2)

Stärkste Quellenart: Systematische Übersicht oder Metaanalyse
  • Systematische Übersicht oder Metaanalyse: 1
  • Übersichtsarbeit: 2

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-018573

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Rhizarthrose bezeichnet die degenerative Gelenkveränderung des ersten Karpo‑Metakarpalgelenks (Trapeziometacarpalgelenk). Sie ist eine der häufigsten Ursachen für Daumenschmerzen im höheren Lebensalter und trägt maßgeblich zur Einschränkung der Handfunktion bei. Epidemiologische Daten zeigen, dass die Prävalenz mit zunehmendem Alter stark ansteigt; insbesondere Personen über 60 Jahre sind betroffen. Klinisch relevant ist die Kombination aus Schmerzen, Bewegungseinschränkung und Funktionsverlust, die häufig zu einer verminderten Lebensqualität führt.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome der Rhizarthrose umfassen lokalisierte Schmerzen im Daumenballen, insbesondere bei Belastung oder Greifbewegungen, sowie Morgensteifigkeit, die sich im Tagesverlauf verbessert. Palpatorisch lässt sich häufig eine knöcherne Ausbuchtung am Trapezium feststellen. Der Krankheitsverlauf ist schleichend; initiale Beschwerden können episodisch sein, während fortgeschrittene Stadien durch permanente Schmerzen und ausgeprägte Bewegungseinschränkung gekennzeichnet sind.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf chronische Daumenschmerzen, Belastungsabhängigkeit und funktionelle Einschränkungen. Klinisch wird das Trapeziometacarpalgelenk in verschiedenen Positionen (z. B. Greif‑ und Pinzettengriff) untersucht; ein typischer Befund ist die Reduktion des Bewegungsumfangs bei gleichzeitiger Schmerzen. Bildgebend liefert die konventionelle Röntgenaufnahme im anteriolateralen Profil Nachweise von Gelenkspaltverschmälerung, Osteophytenbildung und subchondraler Sklerose, die zur Diagnosesicherung herangezogen werden. Weiterführende bildgebende Verfahren (z. B. MRT) können bei unklaren Befunden oder zur präoperativen Planung eingesetzt werden.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen Tendinitis des Extensor pollicis brevis, De‑Quervain‑Syndrom, rheumatoide Arthritis und posttraumatische Arthrose nach Frakturen des Trapeziums. Während die Tendinitis primär mit entzündlichen Befunden und Schmerzen bei Bewegung ohne knöcherne Veränderungen einhergeht, zeigen rheumatoide Prozesse symmetrische Gelenkbeteiligungen und serologische Marker. Posttraumatische Arthrose ist meist durch eine klare Vorgeschichte von Verletzungen gekennzeichnet.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie beginnt mit konservativen Maßnahmen: schmerzlindernde Analgetika, nicht‑steroidale Antirheumatika sowie physikalische Therapie (z. B. Handgelenksorthesen, gezielte Kräftigungsübungen). Bei unzureichender Symptomkontrolle können intraartikuläre Injektionen von Hyaluronsäure oder Kortikosteroiden erwogen werden. Operativ wird bei fortgeschrittener Rhizarthrose häufig eine Trapezektomie mit Ligamentum‑reconstruction oder ein prosthetischer Gelenkersatz durchgeführt; die Auswahl richtet sich nach Patientenalter, Aktivitätslevel und individuellen Risikofaktoren.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.