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Postoperativer Ileus – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard (K56.0)
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 2
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In diesem Artikel
Übersicht
Der postoperative Ileus (POI) ist eine vorübergehende Funktionsstörung des Dünn- und Dickdarms nach abdominalen Eingriffen, die durch gestörte peristaltische Aktivität gekennzeichnet ist. Er tritt häufig nach großen Viszeraloperationen auf und kann zu verlängerten Krankenhausaufenthalten, erhöhtem Morbiditätsrisiko und gesteigerten Kosten führen. Die Inzidenz variiert je nach Operationsart, liegt jedoch in der Literatur bei bis zu 30 % nach offenen Eingriffen am Abdomen.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome eines POI sind abdominale Distension, Schmerzen, fehlende oder stark reduzierte Darmgeräusche sowie Unfähigkeit, orale Nahrung oder Flüssigkeit zu tolerieren. Laborparameter zeigen häufig keine Entzündungszeichen, während bildgebende Verfahren (z. B. Röntgenaufnahme des Abdomens) eine dilatierte Darmlumen mit Luft‑Flüssigkeits‑Level aufweisen können. Der Verlauf ist in der Regel innerhalb von 24–72 h nach Operation zu erwarten; ein anhaltender Ileus über diesen Zeitraum hinaus gilt als pathologisch und erfordert weiterführende Diagnostik.
Diagnostik
Die Diagnose eines POI basiert primär auf Anamnese (postoperativer Zeitpunkt, Art des Eingriffs) und klinischer Untersuchung (Abdomen‑Palpation, Perkussion, Auskultation). Laboruntersuchungen dienen der Ausschlussdiagnose von Infektionen oder Elektrolytstörungen. Bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen im Stehen oder CT können zur Bestätigung einer funktionellen Obstruktion herangezogen werden. Es existieren keine spezifischen diagnostischen Kriterien, die über diese allgemein anerkannten Methoden hinausgehen.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen mechanische Darmobstruktionen (z. B. Anastomoseninsuffizienz, adhäsive Obstruktion), intraabdominelle Infektionen, ischämischer Kolitis sowie metabolische Ursachen wie Elektrolytstörungen. Der Ausschluss einer mechanischen Ursache erfolgt meist durch bildgebende Diagnostik und ggf. chirurgische Exploration.
Therapie
Die leitliniengerechte Standardtherapie des POI richtet sich nach einem multimodalen Ansatz, der sowohl nicht‑pharmakologische als auch pharmakologische Maßnahmen umfasst. Nicht‑pharmakologisch stehen Frühmobilisation, konsequente Schmerztherapie mit minimalen opioiden Belastungen und die Förderung einer frühen oralen Ernährung im Vordergrund. Pharmakologisch werden medikamentöse Strategien eingesetzt, deren Auswahl auf den aktuellen Evidenzlagen beruht; konkrete Wirkstoffe oder Dosierungen dürfen hier nicht genannt werden.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Die vorhandenen Quellen berichten über mesenterische Plication als chirurgisches Verfahren zur Therapie und Prävention eines kleinen Darmileus sowie über immunmodulatorische Aspekte bei der Entstehung, Prophylaxe und Therapie des POI. Konkrete Daten zu Wirksamkeit, Sicherheitsprofil oder Vergleich mit etablierten prophylaktischen Maßnahmen werden nicht detailliert dargestellt; daher bleibt die Evidenzlage für diese Ansätze unzureichend definiert.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
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