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Pseudokrupp (J05.0) – Differenzialdiagnostik und evidenzbasierter Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Leitlinie oder Konsensus
  • Leitlinie oder Konsensus: 1
  • Systematische Übersicht oder Metaanalyse: 1

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Pseudokrupp, medizinisch als Laryngotracheobronchitis bezeichnet, ist eine akute Entzündung des subglottischen Bereichs, die vor allem im Säuglings- und Kleinkindalter auftritt. Die Inzidenz steigt in den Wintermonaten, wobei virale Erreger wie Parainfluenzaviren dominieren. Klinisch relevant ist das potenzial für akute Atemwegsobstruktion, die bei fehlender Behandlung zu schwerer Hypoxie führen kann.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome sind ein bellender (barking) Husten, inspiratorischer Stridor und häufig begleitende Heiserkeit. Die Symptome verstärken sich typischerweise nachts und können von einer leichten bis moderaten Atemnot begleitet sein. Der Krankheitsverlauf ist meist selbstlimitierend innerhalb von 3‑5 Tagen, kann jedoch bei schwerer Obstruktion rasch eskalieren.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf das akute Auftreten eines bellenden Hustens und nächtlichen Stridors bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 3 Jahren. Die körperliche Untersuchung zeigt einen markanten inspiratorischen Stridor, meist ohne ausgeprägte Atemgeräusche über die Lunge. Labor- oder bildgebende Verfahren sind in der Regel nicht erforderlich; sie können jedoch zur Abklärung schwerer Verläufe (z. B. Röntgen des Halses) herangezogen werden. Die Diagnose basiert primär auf klinischen Kriterien.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen akute epiglottische Entzündung, bakterielle Tracheitis, Fremdkörperaspiration und allergisches Anaphylaxie‑Syndrom. Bei epiglottischer Entzündung dominiert ein plötzliches Auftreten von Hochfieber, dysphagischen Schmerzen und ein „schneller“ Verlauf ohne nächtliche Verschlimmerung des Stridors. Eine bakterielle Tracheitis zeigt häufig eitrige Sputumproduktion und Fieber über mehrere Tage. Fremdkörperaspiration verursacht meist einen plötzlichen Beginn mit lokaler Reizung, während allergische Reaktionen typischerweise mit kutanen Manifestationen einhergehen.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie umfasst die Verabreichung von Kortikosteroiden, deren Wirksamkeit in einer Meta‑Analyse bestätigt wurde. Zusätzlich wird bei schwerer Atemwegsobstruktion eine adäquate Sauerstoffgabe und, falls erforderlich, eine nichtinvasive Beatmung empfohlen. Bei unzureichender Besserung trotz medikamentöser Therapie ist die Intubation oder Tracheotomie nach den Vorgaben der entsprechenden gerichtlichen Richtlinien zu erwägen.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.