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Psoriasis – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard (Stufe 2)
Stärkste Quellenart: Systematische Übersicht oder Metaanalyse
- Systematische Übersicht oder Metaanalyse: 5
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In diesem Artikel
Übersicht
Psoriasis ist eine chronisch‑entzündliche Hauterkrankung, die durch hyperproliferative Keratinozyten und ein dysreguliertes Immunsystem gekennzeichnet ist. Globale Modellierungen zeigen, dass weltweit mehrere Millionen Menschen betroffen sind, wobei die Prävalenz je nach Region stark variiert. Die Erkrankung hat nicht nur dermatologische, sondern auch systemische Implikationen, insbesondere im Zusammenhang mit kardiovaskulären und metabolischen Komorbiditäten, was ihre klinische Relevanz für internistische und dermatologische Fachkräfte unterstreicht.
Klinisches Erscheinungsbild
Typisch manifestiert sich Psoriasis durch erythemale, schuppige Plaques, die häufig an Ellenbogen, Knien, Kopfhaut und dem unteren Rücken auftreten. Der Schubverlauf ist gekennzeichnet durch Phasen von Ausbrüchen und Remissionen; manche Patienten entwickeln zusätzlich nagel- oder palmoplantar betroffene Formen, bei denen die Läsionen besonders therapieresistent sein können. Die Plaques variieren in Größe und Dicke, wobei die psoriatische Arthritis als häufige Begleiterkrankung zu berücksichtigen ist.
Diagnostik
Die Diagnose basiert primär auf einer gründlichen Anamnese (Familienanamnese, Auslöser, Verlauf) und klinischen Untersuchung der Haut- und Nagellappen. Dermatoskopie kann zur Differenzierung von Plaques beitragen. Laboruntersuchungen dienen meist dem Ausschluss von Infektionen oder der Bewertung von Komorbiditäten; spezifische Biomarker für Psoriasis existieren nicht. Die Diagnosekriterien orientieren sich an den typischen morphologischen Merkmalen und dem Ausschluss anderer dermato‑logischer Erkrankungen.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen seborrhoisches Ekzem, atopische Dermatitis, kutane T‑Zell‑Lymphome sowie Pilzinfektionen der Haut. Seborrhoisches Ekzem unterscheidet sich durch weniger ausgeprägte Schuppung und fehlende Plaquebildung; die atopische Dermatitis zeigt eher flexurale Beteiligung und ein starkes Pruritus. Kutane Lymphome weisen atypische zytologische Befunde auf, während Pilzinfektionen typischerweise mit positivem Mikroskopie‑ oder Kulturbefund diagnostiziert werden.
Therapie
Die leitliniengerechte Therapie beginnt meist mit topischen Präparaten und Phototherapie, gefolgt von systemischen Medikamenten bei unzureichendem Ansprechen. Für palmoplantar betroffene Formen zeigen aktuelle Netzwerk‑Meta‑Analysen eine vergleichbare Wirksamkeit von Biologika und oralen Systemika, wobei die Auswahl individuell nach Nebenwirkungsprofil und Patientenpräferenz erfolgt. Zusätzlich wird ein möglicher Zusammenhang zwischen Antihypertensiva und Psoriasis-Exazerbation diskutiert; ein systematischer Review legt nahe, dass bestimmte Blutdruckmedikamente das Krankheitsbild modulieren können, ohne jedoch eine eindeutige kausale Beziehung zu bestätigen.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Benachbarte ICD‑10‑Codes im selben Block: L40.0 (Plaque‑Psoriasis), L40.1 (Guttate‑Psoriasis), L40.5 (Arthropathische Psoriasis).
Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.