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Singuläre Umbilikalarterie (P02.6) – Diagnostik, Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Fachartikel ohne Angabe des Studientyps
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 1

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Die singuläre Umbilikalarterie (SUA) bezeichnet das Vorhandensein einer einzigen Arterie in der Nabelschnur, wobei die übliche zweite Arterie fehlt. Prenatale Diagnosen zeigen, dass diese Anomalie mit einem erhöhten Risiko für fetale Fehlentwicklungen und perinatale Komplikationen assoziiert sein kann. Die Prävalenz liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich, variiert jedoch je nach Untersuchungspopulation. Klinisch relevant ist vor allem die mögliche Assoziation zu strukturellen Anomalien, Wachstumsrestriktionen und erhöhten Mortalitätsraten.

Klinisches Erscheinungsbild

Typischerweise wird die singuläre Umbilikalarterie im Rahmen einer routinemäßigen Ultraschalluntersuchung im zweiten Trimester entdeckt. Leitsymptome sind nicht vorhanden, da die Anomalie meist asymptomatisch ist. Der Befund manifestiert sich als fehlende zweite arterielle Blutflusslinie in der Nabelschnur bei Doppler-Untersuchungen. In vielen Fällen verläuft die Schwangerschaft ohne weitere Auffälligkeiten; jedoch kann ein erhöhter Anteil von Föten mit kongenitalen Fehlbildungen, insbesondere kardialen und urogenitalen Anomalien, beobachtet werden. Das Risiko für intrauterine Wachstumsrestriktion (IUGR) ist ebenfalls erhöht.

Diagnostik

Die Diagnose erfolgt primär durch pränatales Screening mittels Ultraschall mit Farbdoppler. Die fehlende zweite arterielle Komponente wird identifiziert, wenn nur ein arterieller Fluss in der Nabelschnur nachweisbar ist. Eine ergänzende detaillierte Fehlbildungsdiagnostik (z. B. strukturelle Sonographie) wird empfohlen, um mögliche assoziierte Anomalien zu erkennen. Laboruntersuchungen spielen bei der reinen Identifikation der singulären Umbilikalarterie keine Rolle. Es existieren keine spezifischen diagnostischen Kriterien über die bildgebende Befunddarstellung hinaus.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Fehlinterpretation einer verkürzten Nabelschnur mit nur einem sichtbaren Gefäß.
  • Vorübergehende vaskuläre Anomalien, die sich im weiteren Schwangerschaftsverlauf normalisieren können.
  • Andere fetale Gefäßanomalien wie arterielle Malformationen oder venöse Varizen der Nabelschnur.

Die Unterscheidung erfolgt durch wiederholte Doppler-Untersuchungen und gegebenenfalls weiterführende bildgebende Verfahren, um die Persistenz einer singulären Arterie zu bestätigen.

Therapie

Eine spezifische medikamentöse Therapie für die singuläre Umbilikalarterie gibt es nicht. Die Behandlung richtet sich nach den eventuell begleitenden Fehlbildungen und dem fetalen Wachstum. Leitliniengerechte Vorgehensweisen umfassen eine engmaschige pränatale Überwachung, ggf. spezialisierte fetomaterielle Zentren bei festgestellten Kongenitalanomalien und die Planung einer geburtshilflichen Betreuung unter Berücksichtigung des erhöhten Risikos für perinatale Komplikationen.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor. Keine belastbaren Informationen zu benachbarten ICD‑10‑Codes liegen in den geprüften Quellen vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.