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Skleritis (H15.0) – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 2

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-034736

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Skleritis ist eine entzündliche Erkrankung der Sklera, die durch tiefgreifende, schmerzhafte Infiltration von Entzündungszellen gekennzeichnet ist und häufig mit systemischen Autoimmunerkrankungen assoziiert auftritt. Die Prävalenz liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich bei Patienten mit rheumatologischen Grunderkrankungen; isolierte Fälle sind selten. Klinisch relevant ist das Risiko für schwere Komplikationen wie Perforation, Glaukom und Sehverlust, weshalb eine rasche Diagnose und adäquate Therapie entscheidend sind.

Klinisches Erscheinungsbild

Patienten präsentieren sich typischerweise mit plötzlich einsetzenden, intensiven Augenschmerzen, die sich bei Augenbewegungen verstärken und häufig von Rötung, Photophobie sowie einer verminderten Sehschärfe begleitet werden. Oft ist eine harte, knotige Verhärtung der Sklera tastbar, wobei die betroffenen Segmente meist segmental oder diffuse Ausdehnung zeigen können. Der Verlauf kann akut mit rascher Verschlechterung sein, insbesondere bei necrotisierender Form, während chronische Verläufe zu wiederholten Exazerbationen führen.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf systemische Begleiterkrankungen (z. B. rheumatoide Arthritis, Granulomatose mit Polyangiitis) und die zeitliche Entwicklung der Augensymptome. Klinisch wird eine gründliche Spaltlampenuntersuchung durchgeführt, um die Sklerainfiltration zu beurteilen und von episkleritischen Veränderungen abzugrenzen. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder OCT können die Dicke der Sklera quantifizieren. Laborchemisch werden Entzündungsparameter sowie autoimmunologische Marker (ANCA, Rheumafaktor) erhoben, um eine zugrunde liegende Systemerkrankung zu identifizieren. Die Diagnose beruht auf dem Zusammenspiel von klinischem Bild, bildgebenden Befunden und Ausschluss anderer Ursachen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen die episkleritis (oberflächliche, schmerzlose Entzündung), scleritis‑ähnliche Manifestationen bei infektiösem Ursprung (z. B. Tuberkulose, Syphilis) sowie neoplastische Prozesse der Sklera. Ein akuter Glaukom kann ähnliche Schmerzsymptome hervorrufen, lässt sich jedoch durch den Augeninnendruck und das Gesichtsfeld unterscheiden. Bei Verdacht auf vasculitische Systemerkrankungen muss die Differenzierung zu anderen okulären Vasculitisformen erfolgen.

Therapie

Die Behandlung orientiert sich an einer leitliniengerechten, schrittweisen Eskalation. Initial wird eine systemische Kortikosteroidtherapie eingesetzt, um die akute Entzündung rasch zu kontrollieren. Bei unzureichendem Ansprechen oder zur Steroid-sparenden Therapie kommen immunsuppressive bzw. immunmodulierende Substanzen zum Einsatz, wobei das Vorhandensein einer zugrunde liegenden Systemerkrankung die Auswahl des Wirkstoffs beeinflusst. In schweren Fällen wird eine Kombination aus hochdosierten Kortikosteroiden und gezielten Immunsuppressiva empfohlen, um das Risiko von Komplikationen zu minimieren.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.