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Systemisches inflammatorisches Response‑Syndrom (SIRS) – Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard (Stufe 2)

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 2

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Das systemische inflammatorische Response‑Syndrom (SIRS) beschreibt eine nicht‑spezifische, überschießende Immunantwort auf verschiedene schädigende Stimuli. Epidemiologisch wird SIRS häufig im Kontext von Sepsis, Verbrennungen oder schweren Traumata beobachtet; die Prävalenz in deutschen Intensivstationen ist hoch, wobei aktuelle Befragungen zeigen, dass die frühe Erkennung nach wie vor eine zentrale Herausforderung darstellt. Klinisch ist das Syndrom relevant, weil es den Übergang zu Organ‑Dysfunktion und damit zu einer erhöhten Mortalität markiert.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome von SIRS umfassen Temperaturabweichungen (Hyper‑ oder Hypothermie), Tachykardie, Tachypnoe sowie eine erhöhte Leukozytenzahl mit Linksverschiebung. Der Verlauf ist häufig abrupt und kann innerhalb weniger Stunden zu hämodynamischer Instabilität führen. In der prähospitalen Notfallmedizin wird das Vorhandensein dieser Kriterien genutzt, um Patienten mit möglicher Sepsis oder schwerer systemischer Entzündung frühzeitig zu identifizieren.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf potenzielle Auslöser wie Infektionen, Traumata, Verbrennungen oder intra‑abdominelle Prozesse. Klinisch wird die Untersuchung durch das Vorhandensein von mindestens zwei der vier SIRS‑Kriterien bestätigt. Laboruntersuchungen zeigen häufig eine erhöhte C‑reaktive Protein‑Konzentration und Procalcitonin, wobei diese Marker jedoch nicht spezifisch für SIRS sind. Bildgebende Verfahren werden eingesetzt, um zugrundeliegende fokale Pathologien auszuschließen. Die Diagnose basiert auf dem Zusammenspiel von klinischen Kriterien und Ausschluss anderer Ursachen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen Sepsis (nachweisbare Infektion mit systemischer Entzündungsreaktion), schwere akute respiratorische Syndrome, kardiogene Schockzustände sowie nicht‑infektiöse entzündliche Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder Lupus erythematodes. Die Unterscheidung erfolgt vor allem über das Vorhandensein einer fokalen Infektion, spezifische Laborparameter und bildgebende Befunde.

Therapie

Die leitliniengerechte Therapie richtet sich nach dem zugrundeliegenden Auslöser. Bei infektiösem Hintergrund wird eine frühzeitige antibiotische Standardtherapie kombiniert mit Flüssigkeitsresuscitation und hämodynamischer Unterstützung empfohlen. Nicht‑infektiöse Ursachen erfordern die Behandlung des primären Ereignisses (z. B. chirurgische Intervention bei Perforation) sowie supportive Maßnahmen zur Stabilisierung von Kreislauf und Atmung. Ziel ist die Unterbrechung der überschießenden Entzündungsreaktion, um das Fortschreiten zu Organversagen zu verhindern.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

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