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Trisomie 18 – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard (AWMF‑Konform)

Stärkste Quellenart: Fallbericht oder Meinungsbeitrag
  • Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 3

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-052099

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Trisomie 18, auch Edwards‑Syndrom genannt, ist eine chromosomale Fehlbildung, die durch das Vorhandensein eines zusätzlichen Chromosoms 18 entsteht. Die Störung resultiert meist aus einer meiotischen Non‑Disjunction, wobei das zusätzliche Chromosom bereits im Keimzellstadium entsteht und somit in allen Zellen des Embryos vorliegt. In europäischen Bevölkerungen liegt die Prävalenz bei etwa einem bis zwei von 5 000 Lebendgeburten; die meisten betroffenen Föten sterben intrauterin oder kurz nach der Geburt, wodurch die klinische Relevanz stark durch das frühe Mortalitätsrisiko geprägt ist.

Klinisches Erscheinungsbild

Typisch für Trisomie 18 sind multiple kongenitale Fehlbildungen, die bereits im Neugeborenenstadium erkennbar sind. Zu den Leitsymptomen zählen schwergradige intrauterine Wachstumsrestriktion, charakteristische Gesichtsanomalien (z. B. Mikrognathie, überlappende Finger), Herzfehler (vor allem ventrikuläre Septumdefekte) sowie Nieren‑ und gastrointestinale Fehlbildungen. Das klinische Bild ist heterogen, jedoch zeigen die meisten betroffenen Kinder innerhalb der ersten Lebenswochen eine rapide Verschlechterung mit respiratorischer Insuffizienz und häufigen Infektionen. Der Krankheitsverlauf ist in der Regel von einer hohen Morbidität und einer medianen Überlebenszeit von wenigen Tagen bis maximal einigen Monaten geprägt.

Diagnostik

Die Diagnose wird primär pränatal gestellt, meist durch kombinierte Ersttrimester‑Screening (Nackenfaltenmessung, Serummarker) gefolgt von invasiven Verfahren wie Chorionzottenbiopsie oder Amniozentese mit Karyotypisierung. Postnatal erfolgt die Bestätigung durch G‑Banding des peripheren Blutes. Neben der chromosomalen Analyse sind eine detaillierte klinische Untersuchung und bildgebende Verfahren (Echokardiographie, Ultraschall der Nieren) erforderlich, um das Ausmaß der Fehlbildungen zu erfassen. Die Diagnosekriterien beruhen ausschließlich auf dem Nachweis einer kompletten Trisomie 18 im Karyotyp.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen andere chromosomale Syndome mit ähnlichen Fehlbildungsbildern, insbesondere Trisomie 13 (Patau‑Syndrom) und Turner‑Syndrom bei weiblichen Patienten. Bei Herzfehlern muss zwischen isolierten kongenitalen Herzfehlern und solchen im Kontext einer Chromosomenanomalie unterschieden werden. Zusätzlich können schwere intrauterine Infektionen (z. B. TORCH) ähnliche Wachstumseinschränkungen und Fehlbildungen hervorrufen, wobei hier serologische und mikrobiologische Tests differenzieren.

Therapie

Die therapeutische Versorgung orientiert sich an einer symptomorientierten, leitliniengerechten palliativen Grundversorgung. Bei kritisch kranken Neugeborenen wird eine intensivmedizinische Betreuung nach individueller Nutzen‑Risiko-Abwägung angeboten; hierzu gehören Atemunterstützung, Ernährung über nasogastrale Sonde und Behandlung von Infektionen. In vielen Fällen wird jedoch im Rahmen einer gemeinsamen Entscheidungsfindung mit den Eltern ein Verzicht auf invasive Maßnahmen beschlossen, da die Prognose extrem ungünstig ist. Es existieren keine evidenzbasierten kurativen Therapien; die Behandlung fokussiert sich daher auf Lebensqualitätsaspekte und Schmerzmanagement.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.