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Uterus septus – Diagnostik, Differenzialdiagnosen und Therapie‑Standard (Pädiatrie)

Stärkste Quellenart: Beobachtungs- oder Vergleichsstudie
  • Beobachtungs- oder Vergleichsstudie: 1
  • Übersichtsarbeit: 2

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

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In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Der Uterus septus (septaler Uterus) ist eine kongenitale Fehlbildung der Müller‑Gänge, bei der ein fibromuskuläres Septum die uterine Kavität teilweise oder vollständig teilt. Die Prävalenz liegt im reproduktiven Alter bei etwa 0,2 % bis 3 %, wobei viele Fälle asymptomatisch bleiben und erst im Rahmen einer Fehlgeburt oder subfertilen Evaluation entdeckt werden. Klinisch relevant ist das Septum wegen seiner Assoziation mit wiederholten Aborten, Prätermatur, intrauterinen Wachstumsrestriktionen sowie erhöhtem Risiko für Fehlbildungen des Urogenitaltrakts.

Klinisches Erscheinungsbild

Patientinnen mit einem septalen Uterus präsentieren sich häufig mit rezidivierenden Schwangerschaftsverlusten (vor allem im ersten Trimester) oder mit einer subfertilen Geschichte. Bei Erstschwangerschaften kann das Septum zu einer Fehllage des Embryos führen, was sich in wiederholten Aborten äußert. In manchen Fällen wird das Septum erst bei Routine‑Ultraschalluntersuchungen entdeckt, wenn die uterine Kontur untypisch erscheint oder ein Doppelhintergrund sichtbar ist. Der Verlauf kann variabel sein: einige Frauen erreichen termingerechte Schwangerschaften nach operativer Korrektur, während andere trotz septaler Anatomie eine komplikationsfreie Schwangerschaft haben.

Diagnostik

Die Diagnose beginnt mit einer detaillierten Anamnese, die insbesondere frühere Fehlgeburten, Prätermatur oder Infertilität erfasst. Bildgebend wird zunächst ein transvaginaler Ultraschall (TVUS) eingesetzt; typische Befunde sind eine symmetrische, mittig verlaufende Septum‑Linie und ein normaler äußerer Uteruskontur. Zur Bestätigung empfiehlt sich die 3‑D‑Sonographie, welche das Septum präzise in Länge und Durchmesser misst und von einer möglichen Uterus‑Bicornis unterscheidet. In unklaren Fällen wird eine hysteroskopische Untersuchung durchgeführt; sie erlaubt direkte Visualisierung des Septums und gleichzeitig therapeutische Intervention. Bei Verdacht auf assoziierte urogenitale Anomalien (z. B. renale Dysplasie) sollte zusätzlich ein Nieren‑Ultraschall erfolgen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Befunde umfassen die Uterus‑bicornis unicollis, bei der das äußere Myometrium ebenfalls geteilt ist, sowie die Uterus‑didelfos, die zwei separate Horns mit eigenen Zervikalen Öffnungen aufweist. Ein sekundäres Septum kann nach intrauteriner Narbenbildung entstehen und muss von einem kongenitalen Septum unterschieden werden. Die Unterscheidung erfolgt primär über die äußere Uteruskontur (intakt bei septalem Uterus, deformiert bei Bicornis) sowie durch bildgebende Modalitäten wie 3‑D‑Sonographie oder Magnetresonanztomografie.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie eines symptomatischen septalen Uteri ist die hysteroskopische Septumresektion. Dieses minimalinvasive Verfahren ermöglicht das Durchtrennen des fibromuskulären Septums unter direkter Sicht, wodurch die uterine Kavität vereinheitlicht wird. Vergleichsstudien haben gezeigt, dass die hysteroskopische Methode im Gegensatz zur offenen abdominalen Metroplasty mit geringerer Morbidität und kürzerer Erholungszeit verbunden ist. Nach erfolgreicher Resektion sollte eine kontrollierte Nachuntersuchung mittels Sonographie oder Hysteroskopie erfolgen, um das Ergebnis zu sichern.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.