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Wissensartikel · DE

C76.2 – Maligne Neubildungen des nicht näher bezeichneten Abdomens: Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 5

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

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In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Das Abdomen umfasst die Bauchhöhle mit ihren Organen, Gefäßen, Nerven und dem Peritoneum. Erkrankungen des Abdomens gehören zu den häufigsten Notfällen in der Akutmedizin und stellen sowohl diagnostische als auch therapeutische Herausforderungen dar. Epidemiologisch sind akute intraabdominelle Zustände wie Peritonitis oder ein offenes Abdomen bei schweren Traumata von hoher Relevanz, da sie mit signifikanter Morbidität und Mortalität assoziiert sind.

Klinisches Erscheinungsbild

Typisch für schwere abdominelle Pathologien sind plötzlich auftretende, diffuse Bauchschmerzen, Abwehrspannung und fehlende oder reduzierte Darmgeräusche. Bei einem offenen Abdomen zeigen sich offene Wundflächen im Bauchraum, häufig mit sichtbarem Viszeralgewebe und exsudativem Sekret. Die klinische Entwicklung kann schnell von stabilen Vitalparametern zu hämodynamischer Instabilität übergehen, insbesondere wenn eine sekundäre Peritonitis vorliegt.

Diagnostik

Die Anamnese richtet sich nach dem Auftreten akuter Schmerzen, Vorangegangenen Traumata oder operativen Eingriffen. Die körperliche Untersuchung fokussiert auf Palpation, Abwehrspannung und Zeichen einer peritonealen Irritation. Laborbefunde können erhöhte Entzündungsmarker (CRP, Leukozyten) zeigen, jedoch sind sie unspezifisch. Bildgebende Verfahren, insbesondere Sonographie und Computertomografie, dienen der schnellen Identifikation von Flüssigkeitsansammlungen, freien Luftbildern oder Organverletzungen. Die Diagnose eines offenen Abdomens basiert auf dem klinischen Befund einer offenen Bauchdecke in Kombination mit bildgebender Bestätigung des Peritonealverlusts.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen primäre peritonale Entzündungen, perforierte viszerale Organe (z. B. Appendizitis, Divertikulitis), intraabdominelle Blutungen und abdominale Aortenrupturen. Das offene Abdomen muss von einer chirurgisch induzierten Wunddehiszenz unterschieden werden; hierbei ist das Vorhandensein eines kontrollierten Bauchdeckels entscheidend.

Therapie

Die leitliniengerechte Therapie bei schwerem Trauma oder sekundärer Peritonitis beinhaltet eine sofortige chirurgische Intervention zur Kontrolle der Quelle, gefolgt von einer temporären abdominalen Öffnung, wenn ein primäres Verschlussverfahren das Risiko für Kompartmentsyndrom erhöht. Das offene Abdomen wird mittels temporärer Bauchdeckenmaterialien (z. B. Vakuum-Assistierte Wundtherapie) abgedeckt, um Flüssigkeitsverlust zu minimieren und die abdominale Druckentwicklung zu kontrollieren. Eine kontinuierliche Reevaluation und geplante definitive Schließung sind zentrale Bestandteile der Therapie.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Weitere ICD-10-Codes im Abdomen‑Block (z. B. K35–K38) können je nach spezifischer Diagnose relevant sein.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.