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Cholezystitis – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard (Stufe 2)

Stärkste Quellenart: Beobachtungs- oder Vergleichsstudie
  • Beobachtungs- oder Vergleichsstudie: 1
  • Übersichtsarbeit: 4

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

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In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Die akute Cholezystitis ist eine entzündliche Erkrankung der Gallenblase, die meist durch biliäre Obstruktion, häufig verursacht durch Gallensteine, ausgelöst wird. Sie stellt einen relevanten Anteil der notfallchirurgischen Fälle dar und kann ohne adäquate Therapie zu schwerwiegenden Komplikationen wie Perforation oder Sepsis führen. Epidemiologisch ist sie vor allem bei Erwachsenen mittleren Alters verbreitet; das Risiko steigt mit dem Vorhandensein von Gallensteinen, Adipositas und bestimmten metabolischen Erkrankungen.

Klinisches Erscheinungsbild

Typisch für die akute Cholezystitis sind plötzlich auftretende, rechtsseitige Oberbauchschmerzen, die sich häufig nach einer fettreichen Mahlzeit verschlimmern. Begleitend können Übelkeit, Erbrechen und ein lokaler Abwehrreflex auftreten. Klinisch zeigt sich häufig ein positiver Murphy‑Zeichen bei der Palpation des rechten oberen Quadranten. Der Krankheitsverlauf verläuft meist innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen mit zunehmender Schmerzintensität und möglicher Fieberentwicklung.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf die Charakteristik des Oberbauchschmerzes, Vorhandensein von Gallensteinen sowie Risikofaktoren für eine komplizierte Verläufe. Die körperliche Untersuchung richtet sich nach dem Murphy‑Zeichen und ggf. Zeichen einer Peritonitis. Laborchemisch können Leukozytose und entzündungsbedingte Erhöhungen der C‑reaktiven Proteinwerte vorliegen; Leberfunktionsparameter bleiben häufig unverändert, es sei denn, eine begleitende biliäre Obstruktion liegt vor. Bildgebend ist die Sonographie das primäre Verfahren: Sie ermöglicht den Nachweis von Gallenblasenwandverdickung, pericholezystischem Flüssigkeitsansatz und Steinen im Gallengang. Bei hohem perioperativem Risiko können ergänzend endoskopische Ultraschallverfahren oder CT eingesetzt werden, um Komplikationen zu identifizieren.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen die biliäre Kolik (schmerzhaftes, aber nicht entzündliches Gallengangsereignis), akute Pankreatitis (typisch mit epigastrischem Schmerz und erhöhten Lipasewerten) sowie eine Hepatitis (vorwiegend mit transaminasebasierten Laborveränderungen). Eine perforierte Gallenblase oder ein abdomineller Abszess müssen ebenfalls berücksichtigt werden, insbesondere bei Anzeichen einer systemischen Sepsis.

Therapie

Die leitliniengerechte Therapie der akuten Cholezystitis besteht aus einer frühen chirurgischen Intervention, sobald das klinische Bild stabil ist. Bei Patienten mit geringem Operationsrisiko wird in der Regel eine laparoskopische Cholecystektomie bevorzugt, da sie mit kürzerer Hospitalisierungsdauer und geringerem Morbiditätsrisiko assoziiert ist. Für Patienten mit hohem perioperativem Risiko können alternative Verfahren wie perkutane Drainage oder endoskopisch‑gestützte Therapieoptionen in Erwägung gezogen werden, um die Entzündung zu kontrollieren und eine verzögerte Operation zu ermöglichen.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegen in den geprüften Quellen keine belastbaren Informationen vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.