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Wissensartikel · DE

Cholezystitis (K81) – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Beobachtungs- oder Vergleichsstudie
  • Beobachtungs- oder Vergleichsstudie: 1
  • Übersichtsarbeit: 4

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

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In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Die akute Cholezystitis (ICD‑10 K81) ist eine entzündliche Erkrankung der Gallenblase, die häufig im Kontext von Gallensteinleiden auftritt. Epidemiologisch ist sie eine der häufigsten Ursachen für abdominale Notfälle und stellt einen relevanten Kostenfaktor im Gesundheitssystem dar, weil sie oft zu stationären Aufenthalten und operativen Eingriffen führt. Klinisch ist die Erkrankung durch plötzlich einsetzende rechtsseitige Oberbauchschmerzen gekennzeichnet, die mit systemischen Entzündungszeichen einhergehen können. Die rasche Diagnosestellung und adäquate Therapie sind entscheidend, um Komplikationen wie Perforation oder Abszessbildung zu vermeiden.

Klinisches Erscheinungsbild

Typisch für die akute Cholezystitis ist ein plötzlich auftretender, konstanter Schmerz im rechten Oberbauch, der häufig in den rechten Schulter‑ bzw. Rückenbereich ausstrahlt. Begleitende Leitsymptome sind Übelkeit, Erbrechen und Fieber. Auf körperlicher Untersuchung finden sich ein lokaler Abwehrspannung (Murphy‑Zeichen) sowie ggf. eine Druckschmerzhaftigkeit im rechten Oberbauch. Der Krankheitsverlauf verläuft meist innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen mit zunehmender Entzündung; unbehandelt kann es zu Gangrän, Perforation oder pericholezystischem Abszess kommen.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf typische Schmerzen, Vorliegen von Gallensteinen und Risikofaktoren für eine komplizierte Erkrankung. Klinisch wird das Murphy‑Zeichen überprüft. Laborchemisch zeigen sich häufig erhöhte Entzündungsparameter (Leukozytose, CRP) sowie ggf. leichte Leberwerteabstriche. Bildgebend ist die Sonographie das primäre Modalität: Sie ermöglicht den Nachweis von Gallenblasenwandverdickung, pericholezystischer Flüssigkeit und Steinen. Bei unklaren Befunden oder hohem operativem Risiko kann eine endoskopische Ultraschalluntersuchung ergänzend eingesetzt werden. Die Diagnose basiert auf dem Zusammenspiel klinischer Zeichen, Laborbefunde und sonographischer Kriterien.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen die biliäre Kolik (schmerzhaftes Gallengangsleiden ohne Entzündung), akute Pankreatitis (typisch mit epigastrischen Schmerzen und erhöhten Lipasewerten) sowie Leberabszess oder subphrenisches Abszess. Das Vorhandensein des Murphy‑Zeichens, die sonographische Darstellung einer verdickten Gallenblasenwand und das Fehlen signifikanter Pankreasenzyme helfen, diese Zustände zu differenzieren.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie besteht aus einer frühen chirurgischen Intervention – in der Regel einer laparoskopischen Cholezystektomie – kombiniert mit einer initialen antibiotischen Behandlung zur Kontrolle der Entzündung. Bei Patienten mit hohem perioperativem Risiko wird zunächst eine konservative Therapie (Antibiotika, Flüssigkeitssubstitution) angestrebt; bei fehlender Besserung erfolgt eine interventionelle Drainage oder ein verzögerter operativer Eingriff. Die Wahl des Antibio­tikums orientiert sich an den üblichen Erregern der Gallenblasenentzündung und wird nach lokalen Resistenzmustern angepasst.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.