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Extrakorporale Dialyse (Z49.1): Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Leitlinie oder Konsensus
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In diesem Artikel
Übersicht
Extrakorporale Dialyse umfasst Verfahren zur Blutreinigung außerhalb des Körpers und wird primär bei akutem Nierenversagen eingesetzt. Sie dient der temporären Substitution der glomerulären Filtrationsfunktion, insbesondere wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen. Die Inzidenz von akutem Nierenversagen in Intensivstationen liegt im einstelligen Prozentbereich, wobei die Notwendigkeit einer extrakorporalen Therapie mit erhöhter Mortalität assoziiert ist. Durch die Möglichkeit, überschüssige Flüssigkeit, Elektrolyte und Stoffwechselprodukte zu entfernen, stellt die Dialyse eine zentrale Komponente der intensivmedizinischen Versorgung dar.
Klinisches Erscheinungsbild
Patienten mit akutem Nierenversagen zeigen typischerweise oligurische oder anurische Urinausscheidung, steigende Serumkreatininwerte sowie Störungen des Elektrolyt- und Säure‑Base‑Gleichgewichts. Häufig begleiten sie Volumenüberladung, Hyperkaliämie und Azidose, die sich klinisch durch Ödeme, Atemnot und Herzrhythmusstörungen manifestieren können. Der Krankheitsverlauf ist häufig dynamisch; bei fortschreitender Funktionsverschlechterung kann eine rasche Eskalation zur Notwendigkeit einer extrakorporalen Therapie führen.
Diagnostik
Die Diagnose basiert auf Anamnese (z. B. prähistorische Nierenerkrankungen, nephrotoxische Exposition), körperlicher Untersuchung (Flüssigkeitsstatus, Ödeme) und Laborbefunden (Anstieg von Serumkreatinin, Harnstoff, Elektrolytstörungen). Bildgebende Verfahren dienen der Differenzierung struktureller Ursachen. Die Indikation zur extrakorporalen Dialyse wird gestellt, wenn Kriterien wie schwere Hyperkaliämie, metabolische Azidose, Flüssigkeitsüberladung trotz Diuretikatherapie oder uremische Komplikationen vorliegen.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen prärenale Azotämie (z. B. Volumenmangel), postrenal bedingte Obstruktionen, chronisches Nierenversagen mit akuter Dekompensation sowie toxische Nephropathien ohne unmittelbare Notwendigkeit einer Dialyse. Die Unterscheidung erfolgt über Urinoutput, bildgebende Diagnostik und spezifische Laborparameter (z. B. Fractional Excretion of Sodium).
Therapie
Die leitliniengerechte Standardtherapie bei akutem Nierenversagen beinhaltet die frühzeitige Einleitung einer extrakorporalen Dialyse, sobald definierte Indikationskriterien erfüllt sind. Häufig genutzte Verfahren sind die intermittierende Hämodialyse und die kontinuierliche venovenöse Hämofiltration, wobei die Wahl vom klinischen Zustand (z. B. hämodynamische Stabilität) abhängt. Ziel ist die Kontrolle von Flüssigkeitsbilanz, Elektrolyt- und Säure‑Base-Haushalt sowie die Entfernung von uremischen Toxinen. Bei begleitender Sepsis können zusätzliche Blutreinigungsverfahren zur Modulation des Entzündungsprozesses eingesetzt werden.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
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Verwandte Codes
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