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Gastritis und Duodenitis – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard (Stufe 2)
Stärkste Quellenart: Leitlinie oder Konsensus
- Leitlinie oder Konsensus: 1
- Übersichtsarbeit: 4
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In diesem Artikel
Übersicht
Gastritis und Duodenitis bezeichnen entzündliche Veränderungen der Magen- bzw. Zwölffingerdarmschleimhaut. Beide Krankheitsbilder gehören zu den häufigsten gastroduodenalen Erkrankungen in Deutschland und sind klinisch relevant, weil sie sowohl akute Beschwerden als auch chronische Komplikationen wie Ulzerationen oder Malabsorption auslösen können. Die Ätiologie ist heterogen: infektiöse (vor allem Helicobacter pylori), medikamenteninduzierte, autoimmunologische und eosinophile Mechanismen kommen zum Tragen.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome einer Gastritis umfassen epigastrische Schmerzen, Übelkeit, Aufstoßen und in manchen Fällen Erbrechen. Bei einer akuten Form können fieberhafte Zustände und ein allgemeines Krankheitsgefühl auftreten. Chronische Gastritis präsentiert sich häufig mit unspezifischen Beschwerden oder ist asymptomatisch und wird im Rahmen von Screening-Untersuchungen entdeckt. Die Duodenitis äußert sich ähnlich, wobei Schmerzen typischerweise postprandial verstärkt werden und eine Besserung in Rückenlage vorkommen kann. Endoskopisch zeigen sich erythematöse, erosive oder hyperplastische Veränderungen der jeweiligen Schleimhaut.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf Risikofaktoren wie H. pylori-Exposition, nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Alkoholmissbrauch und bekannte eosinophile Erkrankungen. Klinisch wird eine körperliche Untersuchung durchgeführt, wobei ein Druckschmerz im Oberbauch häufig ist. Laboruntersuchungen umfassen Blutbild, Entzündungsparameter sowie ggf. H. pylori-Antikörper oder -Urease-Test. Endoskopie mit Biopsie bleibt das diagnostische Goldstandard: histologische Analyse differenziert zwischen nicht-erosiver Gastritis, erosiver Form und eosinophiler Beteiligung. Für die Duodenitis wird analog eine duodenale Biopsie entnommen.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen peptische Ulzera, gastroösophagealen Reflux, funktionelle Dyspepsie, Pankreatitis sowie maligne Läsionen des Magens oder Duodenums. Bei eosinophiler Gastritis muss von anderen eosinophilen Gastroenteritiden und Nahrungsmittelallergien unterschieden werden. Die Differenzierung erfolgt durch Kombination aus klinischer Präsentation, endoskopischen Befunden und histopathologischen Kriterien.
Therapie
Die leitliniengerechte Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Ätiologie. Bei H. pylori-assoziierter Gastritis wird eine eradikationsbasierte Behandlung empfohlen, während bei NSAR-induzierter Gastritis das Absetzen des auslösenden Medikaments und säurehemmende Maßnahmen im Vordergrund stehen. Für eosinophile Formen kommen antiinflammatorische Strategien zum Einsatz, die häufig auf diätetischer Therapie und ggf. systemischen Kortikosteroiden basieren. Generell umfasst die Standardtherapie den Einsatz von Protonenpumpeninhibitoren zur Reduktion der Magensäure sowie symptomatische Maßnahmen wie Antiemetika.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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