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Gastritis (K29) – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard bei Helicobacter pylori

Stärkste Quellenart: Leitlinie oder Konsensus
  • Leitlinie oder Konsensus: 1
  • Übersichtsarbeit: 4

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

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In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Gastritis bezeichnet eine entzündliche Veränderung der Magenmukosa, die sowohl akute als auch chronische Formen annehmen kann. Die Prävalenz von Gastritis ist weltweit hoch; insbesondere die Infektion mit Helicobacter pylori stellt den häufigsten ursächlichen Faktor dar und ist eng verknüpft mit dem Auftreten chronischer atrophischer Gastritis sowie dem Risiko für gastroduodenale Ulzera und Magenkarzinome. Die klinische Relevanz ergibt sich aus der potenziellen Progression von einer rein entzündlichen Läsion zu präkanzerösen Veränderungen, was eine differenzierte Diagnostik und gezielte Therapie erforderlich macht.

Klinisches Erscheinungsbild

Patienten mit Gastritis berichten häufig über epigastrische Beschwerden, die als dumpfe Schmerzen, Brennen oder Völlegefühl beschrieben werden. Übelkeit, Erbrechen und Appetitverlust können begleitend auftreten. Bei H. pylori-assoziierter Gastritis ist das Auftreten von dyspeptischen Symptomen häufig, jedoch kann die Infektion auch asymptomatisch verlaufen. Der Krankheitsverlauf lässt sich in akute Episoden mit plötzlich einsetzenden Beschwerden und chronische Verläufe mit schleichender Symptomatik unterscheiden; letztere können über Jahre bestehen und schließlich zu atrophischer Gastritis führen.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf dyspeptische Symptome, Risikofaktoren für H. pylori (z. B. familiäre Vorbelastung, Herkunft aus Hochprävalenzregionen) sowie mögliche Exposition gegenüber nichtsteroidalen Antirheumatika oder Alkohol. Endoskopisch zeigt sich eine gerötete, erosive Magenwand bei akuter Gastritis, während chronische Formen mit atrophischen Veränderungen und eventuell intestinaler Metaplasie einhergehen können. Die H. pylori-Diagnostik erfolgt über nichtinvasive Tests (Urease-Atemtest, Antigennachweis im Stuhl) oder invasive Methoden (Biopsien für histologische Untersuchung, Schnelltest, Kultur). Für die Klassifikation der Gastritis werden histopathologische Kriterien herangezogen, die Entzündungsgrad, Aktivität und das Vorhandensein von Atrophie bzw. Metaplasie bewerten.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen funktionelle Dyspepsie, nichtsteroidale Antirheumatika-induzierte Gastritis, gastroösophagealen Reflux sowie gastroduodenale Ulzera. Bei ähnlichen Symptomen kann eine autoimmune Gastritis durch das Vorhandensein von Parietalzellantikörpern und einer typischen Atrophie des Fundus differenziert werden. Zudem muss ein Magenkarzinom bei persistierenden Beschwerden und endoskopisch auffälligen Läsionen ausgeschlossen werden.

Therapie

Die therapeutische Strategie richtet sich nach dem Vorhandensein einer H. pylori-Infektion und der Schwere der Entzündung. Bei nachgewiesener Infektion wird eine eradikative Therapie empfohlen, die auf Kombination von Antibiotika und einem säurehemmenden Mittel basiert, um sowohl das Bakterium zu eliminieren als auch die Magenumgebung für die Heilung zu optimieren. Nach erfolgreicher Eradikation folgt in der Regel eine symptomatische Behandlung mit Protonenpumpeninhibitoren oder H2‑Rezeptorantagonisten zur Reduktion der Magensäure und Förderung der mucosalen Regeneration. Bei nichtinfizierter Gastritis, insbesondere wenn sie medikamentös induziert ist, steht die Einstellung des auslösenden Faktors (z. B. Absetzen von NSAR) im Vordergrund, ergänzt durch säurehemmende Therapie bei Bedarf.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.