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Ulcus duodeni – Diagnostik, Differenzialdiagnosen und Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 5
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In diesem Artikel
Übersicht
Das Ulcus duodeni ist eine lokale Schleimhautfeststellung im proximalen Duodenum, die durch ein Ungleichgewicht zwischen aggressiven Faktoren (z. B. Magensäure, Pepsin) und defensiven Mechanismen entsteht. Epidemiologisch überwiegt es jüngere bis mittelalte Erwachsene; die Prävalenz hat sich seit der Einführung effektiver Helicobacter‑pylori‑Eradikation deutlich reduziert. Klinisch ist das Ulkus von hoher Relevanz, weil Komplikationen wie Blutungen oder Perforation auftreten können und eine gezielte Therapie erforderlich ist.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome sind epigastrische Schmerzen, die häufig nach den Mahlzeiten oder im nüchternen Zustand auftreten und durch Antazida gelindert werden können. Endoskopisch zeigt sich ein gut abgegrenztes Defekt von mindestens 5 mm Durchmesser mit umgebender erythematöser Mukosa. Der Verlauf ist meist chronisch‑rezidivierend, kann jedoch akut komplikativ werden.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf Schmerzcharakteristik, Risikofaktoren für Helicobacter pylori und NSAID‑Exposition. Die körperliche Untersuchung ist häufig unspezifisch; ein Abdomen kann weich sein, bei Komplikationen jedoch Abwehrspannung zeigen. Laboruntersuchungen dienen primär dem Ausschluss von Anämie oder Infektionen. Apparativ wird die Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD) als Goldstandard für die Sichtbestätigung und Biopsieentnahme empfohlen. Die Diagnosekriterien umfassen das endoskopische Bild plus Nachweis von Helicobacter pylori, sofern vorhanden.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen sind gastrisches Ulkus, funktionelle Dyspepsie, gastroösophageale Refluxkrankheit und pankreatische Schmerzsyndrome. Das Vorhandensein einer klaren Duodenalstelle, die typischen Schmerzcharakteristika sowie der Nachweis von Helicobacter pylori helfen, das Ulcus duodeni von diesen Zuständen zu unterscheiden.
Therapie
Die leitliniengerechte Standardtherapie besteht aus einer Kombination von Säureunterdrückung und, falls nachgewiesen, Eradikation von Helicobacter pylori. Bei Patienten ohne Infektion oder bei Persistenz der Symptome wird eine medikamentöse Therapie mit Protonenpumpeninhibitoren empfohlen. Die Dauer der Therapie richtet sich nach dem Vorhandensein einer bakteriellen Infektion und klinischem Ansprechen. Operative Eingriffe sind nur bei komplikatorischen Verläufen wie perforierter Ulkus oder unkontrollierbarer Blutung indiziert.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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