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Mitralklappenstenose – Diagnostik, Differenzialdiagnosen und Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Fallbericht oder Meinungsbeitrag
  • Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 4

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

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In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Die Mitralklappenstenose (MKS) ist eine pathophysiologische Verengung der Mitralklappe, die primär den diastolischen Blutfluss vom linken Vorhof in die linke Kammer behindert. Sie tritt überwiegend im Rahmen einer rheumatischen Herzerkrankung auf und ist epidemiologisch vor allem in Regionen mit hoher Prävalenz von Rheumatischer Fiebererkrankung relevant. Klinisch führt die Stenose zu einer Drucküberlastung des linken Vorhofs, pulmonaler Hypertension und letztlich Rechtsherzinsuffizienz, was die Prognose erheblich beeinflusst.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome sind Belastungsdyspnoe, orthopnoe und nächtliche Luftnot. Im fortgeschrittenen Stadium können Husten, Bluthusten (Hämoptysen) sowie periphere Ödeme auftreten. Der klassische kardiale Befund umfasst ein diastolisches „Murf“ über der Apexregion, häufig begleitet von einem erhöhten pulmonalen Druck und einer ausgeprägten Vorhofvergrößerung im EKG. Der Krankheitsverlauf ist meist schleichend; akute Dekompensation kann durch Vorhofflimmern oder einen plötzlichen Anstieg des Lungengefäßdrucks ausgelöst werden.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf rheumatische Vorerkrankungen, kardiale Symptome und Risikofaktoren für Thromboembolien. Klinisch wird die Mitralklappenstenose durch Auskultation des diastolischen Murmels bestätigt. Bildgebend ist die transthorakale Echokardiographie das zentrale Untersuchungsinstrument; sie erlaubt die Bestimmung der Klappenfläche, den Druckgradienten und die Abschätzung der pulmonalen Hypertension. Ergänzend kann eine transösophageale Echokardiographie bei unklaren Befunden eingesetzt werden. Laborparameter dienen primär der Bewertung von Begleiterkrankungen (z. B. Nierenfunktion) und der Antikoagulation bei Vorhofflimmern.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen die Mitralklappeninsuffizienz, pulmonale Hypertonie ohne linksseitige Ursache, kardiale Ursachen von Dyspnoe wie Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion und nichtkardiale Ursachen (z. B. chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Das Vorhandensein eines diastolischen Murmels sowie die echokardiographische Darstellung einer verengten Klappenfläche unterscheiden die MKS eindeutig von diesen Zuständen.

Therapie

Die leitliniengerechte Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Stenose und den klinischen Symptomen. Bei symptomatischer, moderater bis schwerer MKS ist ein interventioneller Eingriff empfohlen, wobei die Ballonvalvuloplastie percutane Methode bevorzugt wird, sofern keine Kontraindikationen vorliegen. Operative Mitralklappenersatz‑ oder -rekonstruktionsverfahren bleiben Indikationsoption bei ungeeigneten anatomischen Verhältnissen für die Ballonintervention. Medikamentös werden Patienten mit Vorhofflimmern antikoagulativ behandelt; zusätzlich erfolgt symptomatische Therapie der Rechtsherzinsuffizienz und pulmonalen Hypertension nach allgemein anerkannten Standards.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.