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Ruptur der Chordae tendineae – Diagnostik, Differenzialdiagnosen und Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 5
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In diesem Artikel
Übersicht
Die Ruptur der Chordae tendineae ist ein akutes Ereignis, das typischerweise zu einer plötzlich auftretenden Mitralklappeninsuffizienz führt. Sie tritt vorwiegend im Kontext myxomatöser Veränderungen der Mitralklappe auf, kann jedoch auch bei sonst nicht klassifizierten Valvulopathien auftreten. Epidemiologisch ist die Inzidenz schwer quantifizierbar, da die meisten Daten aus Einzelfallberichten und kleineren Kohorten stammen. Klinisch relevant ist die potenzielle Entwicklung einer akuten Herzinsuffizienz mit hohem Mortalitätsrisiko, sofern nicht zeitnah adäquat therapiert wird.
Klinisches Erscheinungsbild
Patienten präsentieren sich häufig mit plötzlich einsetzender Dyspnoe, orthopnoischer Atemnot und Pulmonalödem. Ein neu auftretendes systolisches Herzgeräusch, typischerweise holosystolisch, ist charakteristisch. In fortgeschrittenen Fällen können tachykarde Rhythmusstörungen, Hypotonie und Zeichen einer kardiogenen Schocklage beobachtet werden. Der Verlauf ist häufig abrupt, wobei eine rasche Verschlechterung der kardialen Funktion zu erwarten ist.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf den akuten Beginn von Symptomen sowie mögliche Vorbedingungen wie Mitralklappenprolaps oder myxomatöse Degeneration. Die körperliche Untersuchung bestätigt das holosystolische Geräusch und kann Zeichen einer Linksherzüberlastung (z. B. basale Rasselgeräusche) aufzeigen. Bildgebend ist die transthorakale Echokardiographie das zentrale Verfahren: Sie visualisiert den Verlust oder die Fraktur der Chordae tendineae, zeigt eine flüchtige Mitralklappeninsuffizienz und ermöglicht die Beurteilung des linksventrikulären Ejektionsfraktionswertes. Ergänzend kann transösophageale Echokardiographie bei unklaren Befunden eingesetzt werden. Laborparameter dienen primär der Abschätzung der Herzinsuffizienz (z. B. BNP) und dem Ausschluss von Differenzialdiagnosen.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:
- Mitralklappenprolaps mit sekundärer Regurgitation – meist chronisch, keine akute Chordalruptur.
- Papillarmuskelinfarkt – verursacht ebenfalls akute Mitralklappeninsuffizienz, jedoch mit koronarer Läsion und ST‑Segment-Veränderungen im EKG.
- Endokarditis – kann zu valvulären Destruktionen führen, ist jedoch häufig von Fieber, Positivität von Blutkulturen und peripheren Embolien begleitet.
- Aortenklappeninsuffizienz – führt zu diastolischen Geräuschen und anderen echokardiographischen Befunden.
Therapie
Die Behandlung orientiert sich an leitliniengerechten Prinzipien für akute schwere Mitralklappeninsuffizienz. Sofortige Stabilisierung des hämodynamischen Zustands durch Flüssigkeitsmanagement, Sauerstoffgabe und ggf. Inotropika ist erforderlich. Definitiv wird in den meisten Fällen ein chirurgischer Eingriff notwendig, wobei die Reparatur der Mitralklappe mit Ersatz oder Rekonstruktion der Chordae tendineae bevorzugt wird, sofern anatomisch realisierbar. Bei Patienten mit hohem operativem Risiko kann eine transkatheterbasierte Mitralklappenintervention in Erwägung gezogen werden.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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