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Multiples Myelom (C90): Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 3
- Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 2
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In diesem Artikel
Übersicht
Das multiple Myelom ist ein malignes Plasmazellkarzinom, das durch klonale Proliferation reifer B‑Lymphozyten im Knochenmark gekennzeichnet ist. Epidemiologisch zeigen aktuelle Registerdaten aus Mitteleuropa einen leichten Anstieg der Inzidenz in den letzten Jahrzehnten; regionale Analysen aus Polen belegen eine stabile bis leicht wachsende Fallzahl im Beobachtungszeitraum 2008‑2017. Klinisch relevant ist die häufige Assoziation mit Organfunktionsstörungen, insbesondere Niereninsuffizienz, deren Mortalität in den USA zwischen 1999 und 2020 signifikant zugenommen hat.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome umfassen persistierende Knochenschmerzen, pathologische Frakturen sowie hyperkalzämische Beschwerden. Häufige Laborbefunde sind ein erhöhter Serum‑Kalziumspiegel, Anämie und eine erhöhte Kreatinin‑ bzw. Harnstoffkonzentration, die auf Nierenbeteiligung hinweisen. Bildgebende Verfahren zeigen meist osteolytische Läsionen im axialen Skelett. Der Krankheitsverlauf ist gekennzeichnet durch wiederholte Phasen von Remission und Progression, wobei das Auftreten einer Niereninsuffizienz den Therapieanspruch und die Prognose wesentlich beeinflusst.
Diagnostik
Die Diagnose beruht auf einer Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung und spezifischen Labor‑ sowie bildgebenden Befunden. Wesentliche Labortests umfassen Serumprotein-Elektrophorese mit Immunfixation zur Identifikation eines monoklonalen Gammaglobulins (M‑Protein), Urin‑Bence‑Jones‑Protein‑Nachweis, Messung des freien Leichtkettenquotienten sowie Knochenmarkbiopsie mit zytologischer Bestätigung einer klonalen Plasmazellpopulation. Bildgebend werden konventionelles Röntgen, CT oder MRI eingesetzt, um das Ausmaß der knöchernen Beteiligung zu beurteilen. Die Diagnosekriterien orientieren sich an etablierten internationalen Standards, die in den geprüften Quellen als Referenz genannt werden.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen andere monoklonale Gammopathien wie die MGUS (monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz) und das smoldering Myelom, welche sich durch fehlende CRAB‑Kriterien (hyperKalzämie, Niereninsuffizienz, Anämie, Knochenerkrankungen) unterscheiden. Weitere Differenzialdiagnosen sind metastatische Knochenläsionen von soliden Tumoren, Lymphome mit Knochenbeteiligung sowie seltene Plasmazellneoplasien wie das plasmacytische Lymphom. Die Unterscheidung erfolgt primär über die Kombination aus klinischer Präsentation, Laborbefunden und Bildgebung.
Therapie
Die aktuelle therapeutische Strategie folgt einem leitliniengerechten Ansatz, der zunächst eine induktive Phase mit einer medikamentösen Standardtherapie beinhaltet, gefolgt von einer Konsolidierungsphase und ggf. einer Erhaltungstherapie. Bei Patienten mit Niereninsuffizienz wird die Behandlung individuell angepasst, um nephrotoxische Belastungen zu minimieren. Autologe Stammzelltransplantation kann bei geeigneten Kandidaten als intensiver Therapieansatz eingesetzt werden. Supportive Maßnahmen umfassen Knochenschutz (z. B. Bisphosphonate) und Management von Hyperkalzämie sowie Anämie.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
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