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Biliäre Calculi mit akuter Cholezystitis – Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 5

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

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In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Ein biliärer Kalk (Cholelithiasis) in Kombination mit einer akuten Cholezystitis stellt eine häufige gastrointestinale Notfallsituation dar. Die Prävalenz von Gallensteinen liegt in westlichen Populationen bei etwa 10 % und das Risiko für eine komplikative Entzündung steigt mit dem Vorhandensein eines steinigen Gallengangs. Akute Cholezystitis ist die häufigste Komplikation der Gallensteinpathologie und erfordert rasches Erkennen sowie ein strukturiertes Management, um Morbidität und Mortalität zu minimieren.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome einer akuten Cholezystitis sind rechtsseitige Oberbauchschmerzen, die häufig nach fettreicher Kost auftreten und in den rechten Schulterbereich ausstrahlen können. Begleitende Symptome umfassen Übelkeit, Erbrechen und gelegentlich Fieber. Der klinische Befund ist gekennzeichnet durch Druckdolenz im rechten oberen Quadranten (Murphy‑Zeichen), mögliche Abwehrspannung und bei fortgeschrittener Entzündung eine Leberpalpation mit erhöhter Temperatur. Der Krankheitsverlauf beginnt meist plötzlich, kann jedoch innerhalb von 24–48 Stunden zu einer Verschlechterung führen, insbesondere wenn ein begleitender Choledocholithiasis oder eine sekundäre Pankreatitis vorliegt.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf typische Schmerzcharakteristika, vorherige Gallensteinerkrankungen und Risikofaktoren wie Adipositas, weibliches Geschlecht und Alter. Die körperliche Untersuchung bestätigt das Murphy‑Zeichen und bewertet mögliche Zeichen einer systemischen Entzündungsreaktion. Laborparameter zeigen häufig eine Leukozytose mit linksverschobener Granulozität, erhöhte C‑reaktives Protein (CRP) und transaminasebasierten Anstieg; jedoch können die Werte variabel sein. Bildgebend ist das abdominale Ultraschall der erste diagnostische Schritt, da er Gallensteine, Wandverdickung der Gallenblase, pericholezystisches Fluid und einen positiven Murphy‑Test im Sonogramm nachweisen kann. Bei unklaren Befunden oder Verdacht auf Komplikationen (z. B. Choledocholithiasis) wird ergänzend eine Magnetresonanzcholangiographie (MRCP) eingesetzt.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen akute Pankreatitis, die sich durch epigastrische Schmerzen und erhöhte Lipase/Amylase auszeichnet; akutes Appendizitis mit rechtsseitigem Unterbauchschmerz; hepatische Abszesse oder Leberabszesse, die meist mit systemischen Infektionszeichen einhergehen; sowie gastroösophageale Refluxkrankheit bei unspezifischem Oberbauchbeschwerden. Bildgebung und Labor helfen, diese Zustände zu differenzieren: Pankreatitis zeigt charakteristische Enzymanstiege, während Appendizitis typischerweise im Ultraschall oder CT mit appendixbezogenen Befunden sichtbar wird.

Therapie

Die initiale Behandlung folgt einem leitliniengerechten Konzept aus Flüssigkeitsresuscitation, Analgesie und antibiotischer Abdeckung. Bei unkomplizierter akuter Cholezystitis wird eine empirische Breitbandantibiotikatherapie empfohlen, die gängige gramnegative und anaerobe Erreger abdeckt, bis mikrobiologische Daten vorliegen. Die definitive Therapie besteht aus einer cholezystektomie, vorzugsweise laparoskopisch, sobald der klinische Zustand stabilisiert ist; dies reduziert Rezidivrate und Komplikationen signifikant. Bei Patienten mit hohem perioperativem Risiko kann eine verzögerte Operation nach initialer konservativer Behandlung gewählt werden. Zusätzlich wird bei begleitender Choledocholithiasis ein endoskopischer retrogradierter Cholangiogramm (ERCP) mit Steinextraktion empfohlen, um den Gallengang zu entlasten.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.