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Erworbener Knick‑Plattfuß (Pes planovalgus) – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 2
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 1

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-010337

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Der erworbene Knick‑Plattfuß (Pes planovalgus) beschreibt eine pathologische Deformation des Erwachsenenfußes, bei der das Längsgewölbe kollabiert und gleichzeitig ein valgusartiger Hindfußabdruck entsteht. Epidemiologisch tritt die Erkrankung vor allem im mittleren Lebensalter auf und ist häufig mit chronischer Belastungsüberlastung, Übergewicht oder nach Verletzungen assoziiert. Klinisch relevant ist das erhöhte Risiko für Schmerzen im Mittelfuß‑ und Fersenbereich, Fehlbelastungen der unteren Extremität sowie sekundäre Knie‑ und Hüftbeschwerden.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome umfassen mediale Fußschmerzen, insbesondere beim langen Stehen oder Gehen, sowie ein ausgeprägtes „Abknicken“ des Fußgewölbes. Bei der körperlichen Untersuchung zeigt sich häufig ein abgeflachtes Längsgewölbe, valgus abweichender Hindfuß und ein nach außen gerichteter Vorfußdruck. Der Verlauf ist meist chronisch progressiv; akute Verschlimmerungen können durch Traumata oder plötzliche Gewichtszunahme ausgelöst werden.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf Belastungsfaktoren, frühere Fußverletzungen und Begleiterkrankungen wie rheumatische Erkrankungen. Die klinische Untersuchung beinhaltet die Beurteilung des statischen und dynamischen Fußabdrucks, Messung des Stärkelwertes des Tibialis‑posterior‑Muskels sowie die Bewertung der Achsenlage im Stand. Bildgebend wird häufig das klassische Röntgen im anteriovenösen und lateralen Profil verwendet; bei unklaren Befunden kann die Magnetresonanztomographie (MRT) zur Beurteilung von Sehnen- und Ligamentveränderungen herangezogen werden, wie in aktuellen MR‑Imaging‑Updates beschrieben. Diagnosekriterien umfassen das Vorhandensein eines kollabierten Längsgewölbes, valgus abweichenden Hindfußes sowie funktionelle Einschränkungen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige Abgrenzungen sind die kongenitale Plattfußerkrankung, rheumatoide Arthritis des Fußgelenks, neuromuskuläre Erkrankungen mit Fußdeformitäten und posttraumatische Arthrose. Die Unterscheidungsmerkmale liegen in der Chronologie (angeboren vs. erworben), dem Vorhandensein von entzündlichen Befunden sowie spezifischen Bildgebungsbefunden wie erosiven Veränderungen bei rheumatoider Arthritis.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie beginnt mit konservativen Maßnahmen: orthopädische Einlagen zur Gewichtsverlagerung, physiotherapeutische Kräftigung des Tibialis posterior und Anpassungen der Belastung. Bei persistierenden Beschwerden oder fortschreitender Deformität kann eine operative Korrektur indiziert sein; die aktuelle chirurgische Literatur beschreibt verschiedene Techniken zur Sehnenrekonstruktion und Osteotomie, wobei das Ziel die Wiederherstellung des Längsgewölbes und die Korrektur der Valguslage ist. Die Therapieentscheidung sollte individuell nach klinischer Schwere, Patientenalter und funktionellen Anforderungen getroffen werden.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.