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Plattfuß (M21.4) – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Beobachtungs- oder Vergleichsstudie
  • Beobachtungs- oder Vergleichsstudie: 1
  • Übersichtsarbeit: 1

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-010337

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Der Plattfuß (Pes planus) bezeichnet eine Fehlstellung des Fußes mit einer verminderten oder fehlenden medialen Längsgewölbeausprägung, häufig verbunden mit einer nach innen gerichteten Talusposition und einer Überpronation im Gang. Epidemiologisch ist die Prävalenz bei Erwachsenen variabel; erworbene Formen treten insbesondere im mittleren Lebensalter auf, während kongenitale Varianten bereits in der Kindheit zu beobachten sind. Klinisch kann ein Plattfuß zu Schmerzen im Mittelfuß- und Fersenbereich, Belastungsintoleranz sowie sekundären Fehlbelastungen des proximalen Bewegungsapparates führen.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome umfassen mediale Fußschmerzen, insbesondere nach längerem Stehen oder Gehen, sowie ein ausgeprägtes Absinken des Längsgewölbes im Stand. Bei der klinischen Untersuchung zeigt sich häufig eine sichtbare Abflachung des Fußbogens, ein nach innen gedrehter Talus (Talus valgus) und ein übermäßiges Pronationstempo während des Gangzyklus. Der Verlauf kann schleichend sein; bei erworbenem Plattfuß im Erwachsenenalter verschlimmert sich die Deformität häufig mit zunehmender Belastung und Alter.

Diagnostik

Die Anamnese richtet sich auf das Auftreten von Schmerzen, Belastungsintoleranz sowie mögliche Auslöser wie Übergewicht oder berufliche Belastungen. Die körperliche Untersuchung beinhaltet die Beurteilung des Fußgewölbes im Stand (mit und ohne Belastung), den Taluswinkel sowie die Beweglichkeit der Subtalar- und Talocruralgelenke. Bildgebende Verfahren, insbesondere laterale Röntgenaufnahmen im belasteten und unbelasteten Zustand, ermöglichen die Quantifizierung des Längsgewölbes und die Beurteilung von Begleitpathologien wie Gelenkdegeneration. Die Diagnose wird gestellt, wenn klinische Befunde mit bildgebenden Evidenzen einer reduzierten Gewölbehöhe übereinstimmen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Flexible versus starre (verkalkte) Plattfußdeformität: Bei starren Formen fehlt die Aufweichung des Gewölbes im unbelasteten Zustand.
  • Neurologische Ursachen wie periphere Neuropathien, die zu muskulärer Schwäche und sekundärem Absinken führen können.
  • Rheumatologische Erkrankungen (z. B. Psoriasis-Arthritis), die eine Beteiligung der Fußgelenke mit ähnlichen Schmerzen verursachen können.
  • Metatarsalgie ohne strukturelle Gewölbeveränderung, bei der die Schmerzen primär im Vorfuß liegen.

Therapie

Leitliniengerechte Therapie des erworbenen flexiblen Plattfußes beginnt mit konservativen Maßnahmen. Physiotherapeutische Interventionen zielen auf Kräftigung der Fuß- und Unterschenkelmuskulatur sowie Verbesserung der propriozeptiven Kontrolle ab. Orthopädische Einlagen (z. B. mediale Stützsohlen) dienen zur biomechanischen Korrektur und Schmerzreduktion. Bei persistierenden Beschwerden trotz konservativer Therapie kann eine operative Korrektur in Erwägung gezogen werden; die operative Therapie im frühen Stadium fokussiert sich auf eine subtalare Schraubenarthrodese, um die Talusposition zu stabilisieren und das Längsgewölbe wiederherzustellen.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.