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Exokrine Pankreasinsuffizienz (K86.83): Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 4
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In diesem Artikel
Übersicht
Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI) bezeichnet die unzureichende Produktion und Sekretion von Verdauungsenzymen durch das exokrine Pankreas, was zu einer Malabsorption von Nährstoffen führt. Die Prävalenz ist in der Allgemeinbevölkerung relativ niedrig, steigt jedoch markant bei chronischer Pankreatitis, zystischen Fibrose‑Patienten und im Kontext von Diabetes mellitus, insbesondere Typ‑3c. Klinisch relevant wird EPI durch Gewichtsverlust, steatorrische Stühle und Vitamin‑Mangelzustände, die langfristig zu Osteoporose oder Anämie führen können.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome einer exokrinen Pankreasinsuffizienz sind epigastrische Beschwerden nach Nahrungsaufnahme, häufige Fettstühle (steatorrisch) und damit verbundene Blähungen. Patienten berichten oft über unerklärlichen Gewichtsverlust trotz adäquater Kalorienzufuhr. Der Krankheitsverlauf ist meist schleichend; bei fortschreitender Insuffizienz verschlimmern sich die Malabsorptionszeichen, insbesondere ein Mangel an fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K). In Kombination mit Diabetes mellitus kann eine parallel verlaufende endokrine Dysfunktion auftreten.
Diagnostik
Die Diagnose stützt sich auf Anamnese und klinische Befunde, ergänzt durch funktionelle Tests des exokrinen Pankreas. Häufig genutzte Laborparameter sind die Bestimmung von Fettgehalt im Stuhl (z. B. 72‑Stunden‑Stuhlfettmessung) sowie der fäkale Elastase‑Test, welcher eine nicht‑invasive Abschätzung der Enzymsekretion erlaubt. Bildgebende Verfahren wie Sonographie oder Magnetresonanz-Cholangiopankreatikografie dienen zur Identifikation struktureller Ursachen (z. B. Pankreaszirrhose). Diagnosekriterien umfassen das Vorhandensein von steatorrischen Stühlen, niedriger fäkaler Elastasewerte und dem Ausschluss anderer Malabsorptionsursachen.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen sind:
- Chronische Gastritis oder Pankreatitis mit überwiegend entzündlicher Komponente
- Zöliakie, die ebenfalls zu steatorrischen Stühlen führen kann
- Morbus Crohn mit Ilealresektion, der Malabsorption verursacht
- Gallengangsobstruktion, die Fettstühle induzieren kann
Unterscheidungsmerkmale liegen in den spezifischen Laborbefunden (z. B. Antikörper bei Zöliakie) und bildgebenden Ergebnissen (z. B. Dilatation des Pankreasgangs).
Therapie
Die leitliniengerechte Therapie besteht aus einer lebenslangen Enzymsubstitution, die mit jeder Mahlzeit eingenommen wird, um die fettige Nahrungsaufnahme zu kompensieren. Zusätzlich wird eine vitamin‑ und mineralstoffergänzende Therapie empfohlen, insbesondere für die fettlöslichen Vitamine sowie Calcium und Vitamin D. Ernährungsberatung fokussiert auf kleine, häufige Mahlzeiten mit moderatem Fettgehalt und ausreichender Proteinversorgung. Bei gleichzeitigem Diabetes mellitus ist eine abgestimmte glykämische Kontrolle erforderlich.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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